Archiv der Kategorie: Fit4Golf – Medizin

Rheingolf 2012 – Ich brauche Eure Hilfe!

Liebe Golfreunde,

am nächsten Wochenende ist es wieder soweit. Vom 02.03. bis zum 04.03.  findet die Rheingolf Messe in Köln statt. Bereits zum 14. Mal präsentieren dort nationale und internationale Anbieter Produkte, Dienstleistungen und Reisen rund um den Golfsport. In den letzten Jahren fanden sich durchschnittlich ca 24.000 Besucher ein um sich über Neuheiten zu informieren und sich exklusive Angebote zu sichern.

Alle nötigen Informationen gibt es auf der Homepage der Messe auf www.rheingolf-messe.de. Auf der Internetseite ist es auch möglich sich ein Ermäßigungs-Voucher runter zu laden, durch den sich der Eintrittspreis von 20€ auf 12€ reduzieren läßt.

Meine Bitte an Euch:

Wie bereits in anderen Artikeln erwähnt, möchte in diesem Jahr auch endlich wieder eine DGV Karte besitzten um stressfrei golfen zu können. Momentan neige ich dazu zum VCG zu gehen. Gründe hierfür liegen in den Turnierserien der VCG, durch die man die Möglichkeit hat zu sehr günstigen Konditionen (zumeist ist die Startgebühr geringer als ein normales Greenfee und oft gibt sogar noch was zu essen und ordentliche Preise) Turniere auf verschiedenen bundesweiten Plätzen zu spielen.

Durch eine Mitglieder werben Mitglieder Aktion läßt sich der Jahresbeitrag von eigentlich 195€  schon senken (wenn ihr kein VCG Mitglied kennt, dass Euch werben kann, hinterlaßt einfach ein Kommentar und wir finden da schon eine Möglichkeit!) und auf der Rheingolf werden Gutscheine verteilt, die einem eine Gutschrift von 50€  bringen. Leider kann ich nicht zur Messe fahren und kann mir deswegen keinen dieser Gutscheine sicher. Deswegen meine Frage an Euch:

Wer geht zur Messe, holt für mich zwei Gutscheine und schickt mir diese zu?

Ich wäre demjenigen wirklich dankbar!

Weitere Informationen zur VCG und angesprochenen Aktionen findet ihr hier: www.vcg.de

Viel Spaß auf der Messe wünscht euch

NiceSlice

Die Säulen für gesundes und gutes Golf

Am  Ehrgeiz der meisten Spieler mangelt es im Golf sicher nicht.Viele Aktive verbringen unzählige Stunden auf der Driving Range, auf dem Platz und beim Pro um ihr Spiel zu verbessern. Trotzdem stagnieren häufig die Leistungen nach einer gewissen Zeit. Was tun wenn man an diesem Punkt angelangt ist? Technik umstellen oder ist gar das Material schuld?

Meines Erachtens erhalten die Grundpfeiler für erfolgreiches und angenehmes Spiel wenig bis gar keine Beachtung. Für gutes Golf bedarf es mehr als teure Schläger und Übungseinheiten auf der Range. Alle die dauerhaft gutes und beschwerdefreies Golf spielen möchten sollten folgende Aspekte im Auge behalten:

1. Mobilität: Beweglichkeit für optimale Schwungwinkel

Um in jeder Situation den perfekten Schwung abzurufen, bedarf es einer gewissen Beweglichkeit. Die meisten von uns sind in ihrer Mobilität allerdings (deutlich) eingeschränkt – häufig ohne dieses überhaupt zu wissen bzw. zu spüren. Muskeldehntests können hier Klarheit bringen und ein individuelles Dehnprogramm kann schon in kurzer Zeit Besserung bringen.

2. Stabilität: Für einen gleichbleibenden Schwung

Beim Golfen herrschen große Kräfte auf den Körper. Um diesen Kräften Herr zu werden benötigen wir eine gute Körperstabilität. Da beim einem Golfschwung der gesamte Körper involviert ist, gilt es herauszufinden, wo der persönliche Bedarf gegeben ist. Ein allgemeines Stabilitätstraining gibt es so leider nicht. Ein Fachmann sollte den aktuellen Stand in Augenschein nehmen und individuell ein Übungsprogramm zusammen stellen. Fachmänner können speziell geschulte Pros oder Physiotherapeuten sein.

3. Gleichgewicht und Körpergefühl: Für eine solide Basis

Meiner Meinung nach nicht nur (fast) die wichtigste Säule für gutes Golf, sondern wahrscheinlich auch die am meisten vernachlässigte. Ob einbeinig, auf labilem Untergrund oder mit geschlossenen Augen, es gibt diverse Möglichkeiten an seinen Fähigkeiten zu arbeiten. Das schöne ist, dass man schon innerhalb kurzer Zeit Erfolge spürt.

4. Kraft: Zur Verletzungsprophylaxe und lange Schläge

Unabdingbar für den Golfer ist eine gewisse Kraft. Natürlich kann und will man durch diese seine Range erhöhen, allerdings sollte man auch nicht ausser Acht lassen, das eine leistungsfähige Muskulatur auch vor Verletzungen und Überbelastungen schützt. Ob bekannte Schwachstelle oder allgemeine Prophylaxe, Krafttraining für bestimmte Muskelgruppen macht Sinn, wobei auch hier die persönliche Ausgangslage die Übungen vorgeben sollte. Allgemeine Übunsprogramme, wie es sie auf verschiedenen Internet Seiten oder auch in Zeitschriften zu lesen gibt, sind selten falsch, aber leider auch nicht auf die speziellen Gegebenheiten des einzelnen abgestimmt.

5. Ausdauer: Gegen Leistungsverlust auf der Runde

Eine gewisse Grundausdauer sollte für Golfer selbstverständlich sein. Da eine Runde bekanntlich mehrere Stunden dauert, sollte der Körper auch auf diese Belastung vorbereitet sein. Ist er das nämlich nicht, wird die Leistungsfähigkeit auf der Runde stetig abnehmen. Regelmäßiges (mindestens 2 mal in der Woche für mindestens 30 – 60 Minuten) Ausdauertraining sollte Pflicht sein für den ambitionierten Spieler. Ob Radfahren, Joggen, Walking oder Schwimmen, die Art des Trainings spielt weniger eine Rolle als die Kontinuität.

Sind alle Säulen gut trainiert, wird man nicht nur schmerzfrei und gesünder Golf spielen können, sondern auch erfolgreicher. Bei keinem Pro auf der Tour, wird auch nur eine dieser Säulen auf dem Trainingsplan fehlen. Wer jetzt denkt, das ein solches Übunsprogramm sehr aufwendig sein muss, sei beruhigt. Meistens tun es schon 20-30 Minuten alle 1-2 Tage um deutliche Fortschritte zu erzielen. Leider mangelt es noch immer an fachkundigen Leuten, die ein qualifiziertes Programm auf die individuellen Anforderungen eines jeden zusammenstellen können. Aber zunehmend mehr Clubs arbeiten mit speziell geschulten Physiotherapeuten zusammen, um ihren Mitgliedern diesen Service anbieten zu können.

Viel Spaß beim Training. Nutzt das Schmuddelwetter um euch fit zu machen für die neue Saison!

Nice Slice

Übungen für den unteren Rücken.

Hi, ich weiß ja nicht was ihr so sportlich macht. Ich mache außer Golf fast gar nichts, deswegen muss ich in der kalten Jahreszeit ein wenig Ausgleich schaffen, damit ich nicht völlig einroste.
Fitnessstudio ist da ne tolle Sache.
Da jedoch nicht jeder ins Fitnessstudio geht, habe ich hier mal drei Übungen rausgesucht, die vor allem den unteren Rücken trainieren und man zuhause durchführen kann. Golf ist ein ganzheitlicher Sport, d.h. es werden alle Muskelgruppen beansprucht, jedoch sind der untere Rücken & Bauch, sowie die Unterarme die wichtigsten Musklegruppen.

Diese könnte man mit folgenden Übungen trainieren:

Unterarmstütz:

Bein-Anheben in Bauchlage:

Ausfallschritt:

Dies sind nur 3, zum Teil sehr einfache Übungen, sie sollen den Start erleichtern. Es gibt im Netz noch sehr sehr viele weiter Übungen zu finden.

Zum Beispiel der FitnessFriday von Golfdigest´ Ron Kapriske ist ein tolles Workout. Ron stellt jeden Freitag eine neue, golfspezifische Übung vor.

Hier der Link: http://www.golfdigest.com/golf-instruction/blogs/theinstructionblog/fitness/

und nicht vergessen: All diese Übungen sind nicht nur gut für das Golfen, ein starker Rücken hilft auch am Schreibtisch 😉

have fun

Captain Ho0k

Trinken, Essen, Aufwärmen! Kleine Tipps für großes Golf!

Wer trinkt ist klar im Vorteil!Einleitung

Meist entscheiden die kleinen Dinge im Leben! So ist es auch beim Golf. Viele von uns wissen das auch und trotzdem gehen die meisten  besonders mit den „Kleinigkeiten“ sehr fahrlässig um. Oft stehen Dinge wie der neue Eisensatz, der Driver, die Bälle oder die  letzten Tipps vom Pro in unserem Fokus und die „Nebensächlichkeiten“ wie die Verpflegung auf der Runde oder die Vorbereitung auf diese gehen unter. Auf dem Weg zum Platz schnell noch eine Cola und einen Schokoriegel gekauft, ein paar Bälle auf der Range geschlagen (wenn überhaupt!) und los geht der Spaß! In dem folgenden Artikel gebe ich euch Tipps und Hinweise die euch helfen sollten, euren Score durch die Einhaltung einiger Maßnahmen  zu verbessern und gesünder Golf zu spielen.

Trinken

• auf einer normalen 18 Loch Runde sollte der erwachsene Golfer mindestens 1,5 Liter trinken. An heißen Tagen darf es auch gerne doppelt so viel, also 3 Liter, sein. Sinnvoll ist häufiges trinken von kleineren Mengen, damit man keinen „Wasserbauch“ bekommt. Nach jedem (!) Loch ca. 100ml und ihr seit im grünen Bereich. Außerdem sollte schon frühzeitig  mit der Flüssigkeitsaufnahme begonnen werden, dass heißt ungefähr eine halbe Stunde vor der Runde ca. einen halben Liter trinken!

• hat der Körper zu wenig Flüssigkeit, dehydriert es also, kommt es zu einer Verringerung der Ausdauer- und Koordinationsleistung der Muskeln. Zudem kommt es zu einer Erhöhung des Risikos für Krämpfe, Hitzschlag und Erschöpfung. Schon ab einem Wasserverlust von nur 2% des Ausgangswertes verringert sich die physische und psychische Leistungsfähigkeit deutlich.

• als Getränk empfiehlt sich natürlich Wasser. Dieses sollte entweder Still oder mit wenig Kohlensäure versehen sein, damit sich kein Dehnungsgefühl im Magen einstellt und sollte einen hohen Natriumanteil haben. Auch gut sind Fruchtschorlen mit hohem Wasseranteil, die neben der Flüssigkeitszufuhr auch dafür sorgen, dass der Körper mit Energie, Mineralien und Spurenelementen versorgt wird.

• zu vermeiden sind reine Fruchtsäfte, Cola, Enerydrinks, coffeinhaltige Getränke oder Limonaden. Diese entziehen dem No-go!Körper zuerst noch zusätzlich Wasser, bevor sie über die Darmschleimhaut aufgenommen werden können. Sie verzögern damit die Flüssigkeitsaufnahme und sind somit als Sportgetränk ungeeignet.

• Alkohol vor oder auf der Runde sollte natürlich ein “ No-go“ sein!

• die optimale Temperatur der Getränke liegt bei ca. 15-20°C. Getränke unter 10°C können Magenbeschwerden auslösen. Bei sehr kalter Witterung, eignen sich warme Getränke, wie zum Beispiel Früchtetee.

Essen

• bei einer vierstündigen Golfrunde verbraucht man ca. 1600 Kalorien bei 80kg Körpergewicht (65kg: 1350kcal, 95 kg: 2000kcal), vorausgesetzt man trägt sein Bag. Zum Vergleich: eine 100g Tafel Schokolade hat ca.563 kcal. Damit gehört Golf sicherlich nicht zu anstrengendsten Sportarten, aber die Zeit der Belastung ist vergleichsweise hoch, so das es quasi unentbehrlich ist, sich zwischendurch zu versorgen.

• um eine möglichst gute Ausgangslage für langfristig gute sportliche Leistungen zu haben sollte die tägliche Ernährung ausgewogen und gesund sein!

• auf und vor der Runde sollte hastiges und übermäßiges Essen vermieden werden. Mit Stein im Magen spielt es sich meist nicht gut! Gut kauen, langsam essen und kleine Portionen sind angesagt!

• fettreiches Essen unbedingt vermeiden.

• als gute Mahlzeiten auf dem Platz bieten sich Vollkornprodukte an. Dazu leichte Beläge wie Fisch, fettarmen Käse oder Aufschnitt.

• als kleine Zwischenmahlzeit empfiehlt sich vor allem Obst. Es liefert schnell Energie, erfrischt an heißen Tagen und schmeckt super! Der clevere Golfer schneidet sich schon zuhause das Obst in mundgerechte Stücken und hält diese zum schnellen Zugriff bereit!

• auch gut eignen sich Studentenfutter oder Müsliriegel als kleiner Snack.

Aufwärmen

Wer kennt es nicht. Angekommen am Golfplatz verständigt man sich mit seinen Mitspielern einen Mulligan zu spielen und direkt zum ersten Tee zu gehen. Wenn es hoch kommt sitzen eventuell nochmal ein paar Bälle auf der Driving Range drin. Vor Turnieren sieht es bei vielen zwar etwas besser aus, aber auch hier fehlt oft eine „Aufwärmroutine“.

Mangelndes oder fehlendes Aufwärmen ist ein Phänomen, welches meines erachtens ein typisches Golf Problem darstellt. Kaum eine Kreisliga Fußball Mannschaft würde kalt ins nächste Match gehen. Besonders verwunderlich ist es, da bekanntlich auch ein Fehlschlag am ersten Loch in die Wertung eingeht und der Ehrgeiz beim Golf häufig extrem ist.

Das  Thema aufwärmen ist zu groß um es hier bis ins kleinste zu besprechen, deswegen möchte ich hier nur auf einige Punkte eingehen.

• Das Aufwärmprogramm ist in zwei Blöcke aufzuteilen.

Zum einen das eigentliche aufwärmen des Körpers. Hierzu gehört mindestens 5 (besser 10!) Minuten lockeres Joggen zur Anregung des Herz-Kreislauf-Systems und Nervensystems (Zusammenspiel von Nerven/Muskeln), Durchblutungsverbesserung der Muskulatur, Verletzungsprophylaxe sowie zur „Lockerung“ des Geistes. Weiter gilt es alle beanspruchten Körperteile auf die Belastung vorzubereiten. Beim Golf ist das der ganze Körper. Hauptaugenmerk sollte auf dem Rumpf liegen, vor allem Rotationbewegungen sind hier wichtig. Aber auch Handgelenke, Schultern, Knie, Hüften und Füße dürfen nicht zu kurz kommen.

Das perfekte Aufwärmprogramm ist sehr individuell, so dass ich hier kein festes Programm aufstellen möchte. Bei Fragen oder Problemen sollte man sich an seinen Pro, einen Golfphysiotherapeuten oder auch an seinen Sportmediziner wenden!

Zum anderen gilt es sich golfspezifisch aufzuwärmen. Das heißt lockeres Schlagen von Bällen, Chippen und Putten! Ziel ist es hierbei nicht in erster Linie den Körper aufzuwärmen- das haben sie ja schon gemacht- sondern ein gutes Gefühl zu entwickeln. Schlagen sie nicht zu viele Bälle! Nach wenigen guten Bällen pro Schläger sollte dieser mit einem guten Gefühl zurück ins Bag wandern!

Für mich hat sich ein Tipp bewährt den ich mal von einem Pro bekommen habe. Zuerst die kurzen Eisen üben und sich dann bis zum Driver vorarbeiten! Aber da sollte jeder auf sein Gefühl vertrauen – nur ein Ritual sollte man sich angewöhnen.

Als Abschluss werde ich noch kurz auf das Dehnen eingehen.

Neue Studien zweifeln die Sinnhaftigkeit des Dehnen vor dem Sport an. Teilweise wird sogar vor einer größeren Verletzungsanfälligkeit nach Dehnübungen gesprochen und von einer verminderten Leitungsfähigkeit. Da eine gute Beweglichkeit beim Golf aber von Vorteil ist, empfiehlt es sich trotzdem ein individuelles Dehnprogramm durchzuführen, allerdings nach dem Sport beziehungsweise Abends!

Euch allen viel Spass auf der Runde und einen besseren Score mit diesen Tipps!

Euer

Nice Slice

Ursprüngliche Bildquelle : www.ntv.de

Fit4Golf Teil 2: Sehnenscheidenentzündung

Einleitung:
Viele Golfer/innen kennen dieses Problem… beginnt die Golfsaison, trainiert oder spielt man viel kann man sich eine Sehnenscheidenentzuündung (medizinisch: Tendovaginits) zuziehen. Diese Entzündung der Sehnen kann das Golfspiel schnell „Qual“ werden lassen und eine Spielpause ist bis zur Abgeheilung oft unumgänglich.  Ich selbst leide seit ca. 1 Jahr an einer sich über die Wintermonate zurückbildende Tendovaginitis stenosans, im Volksmund auch als „schnellender Finger“ oder „Schnappfinger“ bekannt ist.

Fit4Golf Teil 2:  Sehnenscheidenentzündung
Eine Sehnenscheidenentzündung der Beugesehnen der Hand entsteht besonders durch eine Überbelastungserscheinung. Gehäuft tritt sie neben dem Golfsport gehäuft auch beim Rudern, Klettern und Tischtennisspielen auf. Unser Körper reagiert auf diese Belastung mit einer Verquellung der betroffenen Sehnen (z.B. siehe Abbildung links oben). Dies führt zu einer Verengung und Behinderung der Sehnengleitfähigkeit in der Sehenscheide. Durch eine nachfolgende Entzündungsreaktion entsteht ein „Kreislauf“, der zusätzlich den Druck- und Bewegungsschmerz verstärkt. Es kann auch gelegentlich zu äußeren Entzündungszeichen sowie einer Rötung und Schwellung kommen.

Tendovaginitis stenosans:
Der „schnellende Finger“ entsteht durch die einschürende Veränderung der Sehnenscheide der Fingerbeuger über dem Grundgelenk. Die Verengung behindert so die Beweglichkeit der Sehne. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten. Typisch ist ein „schnellender“ Finger bei Bewegung. Die Bewgelichkeit kann langfristig eingeschränkt werden. Ein Sehnenknötchen kann tastbar sein.

Tendovaginitis stenosans de Quervain:

Die Tendovaginitis stenosans de Quervain stellt, wie oben erwähnt, eine Sonderform der Sehnenscheidenentzündung dar.  Bei der Tendovaginitis stenosans de Qervain ist der Daumen betroffen.  Sie entsteht oft als Folge einer langandauernden Sehnenscheidenentzündung. Gehäuft kommt sie außerdem bei Frauen in der Menopause vor. Die Folge einer Tendovaginitis kann zusätzlich neben der Einengung des Ringbandes auch eine Verdickung der Sehne in diesem Bereich sein. Ein „Sehnenkonten“ kann dann sogar getastbar werden. Die Beschwerden (Schmerzen etc.) werden durch das feste Halten und Greifen des Golfschlägers verstärkt.

Grundsätzlich man sollte auf jeden Fall sich bei einem Arzt/ Ärztin vorstellen, um andere Erkrankungen auszuschließen. Ist eine Tendovaginitis stenosans erst einmal diagnositziert, gibt es die Möglichkeit einer konservativen = nicht operativen Versorgung durch eine Gipsschiene zur Ruhigstellung und/ oder lokalen Injektionen (über eine Spritze verabreicht) mit Anästehtika.  Leider muss man an dieser Stelle erwähnen, dass diese Maßnahmen oft nur im Frühstadium wirksam sind und eine operativer Versorgung im Verlauf notwendig werden kann. Hierbei wird die Beugesehnenscheide in Längsrichtung gespalten (Ringbandspaltung).

Ich wünsche allen Lesern eine gesunde Golfrunde!
Viele Grüße,

McMulligan

Bildquelle: Aus Niethard, F.U., J. Pfeill: Duale Reihe Orthopädie © Georg Thieme Verlag Stuttgart 2005

 

 

Fit4Golf Teil 1: Rückenschmerz

Einleitung:
Der Golfsport stellt aufgrund seines Bewegungsschemas (z.B. Ansprechen des Balls/ Rückschwung/ Durchschwung/ Endposition) einen starken Anspruch an die Muskulatur des Golfers. Ungefähr 124 Muskeln werden bei einem Golfschwung vom Körper angesprochen und wollen dabei möglichst perfekt untereinander bei der Bewegungsausführung koordiniert werden. Dabei spielt nicht nur die Rumpfmuskulatur eine große Rolle. Wenn man seinen Blick auf den Profi-Golfsport richtet, fällt vermutlich jedem Betrachter schnell auf, dass es unterhalb der Tour-Pros viele verschiedene Golfschwünge gibt, um den Ball in Richtung Ziel zu befördern. Augenscheinlich scheint es daher keinen wirklich „perfekten Golfschwung“ zu geben, denn auch Tour-Profis scheiden immer wieder vorzeitig aus Turnieren aus, da sie z.B. aufgrund von Rückenschmerzen ihre Runde nicht beenden konnten. Bei näherer Betrachtung dieser Probleme wird somit schnell klar, dass eine gut trainierte (Rücken-)Muskulatur den Sportler nicht nur vor Verletzungen schützt, sondern auch langfristig vielen Rückenbeschwerden entgegenwirken kann und außerderm ein immenser Faktor für sportliche Leistungsfähigkeit des  Golfers darstellt.

Fit4Golf Teil 1: Rückenschmerz beim Golf

Der erste Teil der Fit4Golf-Reihe widmet sich den Erkrankungen des Knochen- und Bandapperats der Wirbelsäule und den damit verbundenen Schmerzen während der Bewegung beim Golfsport. Mein Anspruch ist es  hierbei, dem Golfer/in die wichtigsten Aspekte des Rückenschmerzes in Bezug auf den Golfsport und dessen Bewegung darzustellen, ohne dabei in großes Fachvokabular zu verfallen. Natürlich gelten viele Aussagen auch für den „Nicht-Golfspielenden“.
Rückenschmerzen stellen in der der ärztlichen Versorgung von Patienten mit Schmerzbeschwerden einen der größten Anteile dar. Jeder 10. Patient, der seinen  Hausarzt aufsucht, leidet unter  degenerativen Wirbelsäulenbeschwerden.  Diese Schmerzen „begleiten“ viele (vornehmlich) ältere, aber immer häufiger auch schon junge Golfspieler/innen und sorgen dabei für ein ganz eigenes „Handicap“ bei der Ausführung der sportlichen Bewegung. Die linksseitig dargestellte Schematik der Wirbelsäule soll bei der Orientierung und dem Verständnis helfen.
Degenerative Wirbelsäulenbeschwerden
Wenn man die Schwungbewegung etwas „machanischer“ berachtet, wirken beim Schwung auf die Bandscheiben, welche sich zwischen den Wirbelkörpern befinden, diverse Kräfte (Scher-, Rotations- und Biegekräfte) und das bei jedem Schwung! (Rechnen Sie doch selbst einmal aus, wieviele Schwünge Sie auf einer 18-Loch-Runde machen und vergessen Sie dabei ihre Probeschwünge nicht.) Somit entstehen oftmals sogar einseitige Belastungspitzen auf bestimmte Bereiche der Wirbelsäule. Wirbelsäulenbeschwerden können grundsätzlich aber einen verscheidenen Ursprung aufweisen. Sie können durch Wachstumstörung oder durch eine Destruktion ihrer Form und/ oder Funktionsstörung bedingt sein. Es würde zu weit führen sich allen Aspekten in diesem Artikel zu widmen, daher werde ich mich die wichtigsten beschränken.
Sehr häufig führen degenerative Erkrankungen der Wirbelkörper, der Bandscheiben, der Wirbelgelenke, der Muskeln und Bänder zu Rückenschmerzen. Neben einer möglichen Leistungsminderung (kürzere, ungenauere Schläge/ Fehlhaltungen durch Kompensationsversuche etc.) können diese Veränderungen auch schnell zu einem Verlust des Spaß am Golfsport oder bei schweren Problemen zur Aufgabe des Sports zwingen. Der Verschleiß der zu diesen Problemen (z.B. dem Schmerz)  führt, ist  im Verlauf des Lebens zu einem gewissen Grad normal, sprich physiologisch und besitzt nicht immer sofort einen Krankheitswert! Der Vorbeugung kommt jedoch ein besonderer Stellenwert zu.
Circa 70% der Beschwerden treten im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Hier führt eine Bandscheibendegenration zu wechselnden „Schmerztypen“, die durch eine reflektorische Ruhigstellung und damit Verhärtung der Muskulatur in der Region des betroffenen Wirbelsegments begünstigt werden. Sind auch Wirbelgelenke betroffen, kann es zu einer Ausstrahlung der Schmerzen bin in die Knieregion kommen.
Es sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt, dass eine Konsultierung eines Arztes bei akuten und längeren Beschwerden sinnvoll ist, um den Beschwerden auf den Grund zu gehen und einen weiteren gesundheitlichen Schaden abzuwenden.
Um Wirbelsäulenbeschwerden entgegen zu wirken, ist der gezielte Aufbau/ die Stabilisation der Rumpfmuskulatur (Bauchmuskeln, Rückenmuskulatur und Beckenmuskulatur) von großer Wichtigkeit. Diese kann durch eine gute physiotherapeutische Behandlung, welche die Bauch-/ Rückenmuskulatur kräftig und die Koordination schult geschehen. Außerdem können Tipps zur entlastenden Verhaltensweisen im Alltag und beim Sport vermittelt werden – eine sogenannte Rückenschule. Bei vielen Patienten kann dies schon zu einer deutlichen Reduzierung  oder sogar Beseitigung der Rückenschmerzen führen. Eine gute & individuelle ärztliche und physiotherapeutische Beratung des Patienten/ Golfers hat dabei höchste Priorität.
Wer sich etwas weiterführender mit einem rückenschonden Schwung aufgrund von vorherrschenden Beschwerden befassen möchte, dem empfehle ich folgenden Link: United-Golfers.

Ich wünsche allen Lesern eine gute, schmerzfreie & erholsame Golfrunde!
Viele Grüße,
McMulligan

Bildquelle: Aus Niethard, F.U., J. Pfeill: Duale Reihe Orthopädie (ISBN 3-13-130815-X) © Georg Thieme Verlag Stuttgart 2005

Coming Soon… Fit4Golf!?

Der ein oder andere Blog-Leser/in wird sich sicherlich gefragt haben, warum eigentlich unser Blog unter der Adresse „https://fit4golf.wordpress.com“ zu erreichen ist, aber „Golf Addicted“ heißt!?
Nun, vor einem Jahr war der Blog ursprünglich für einen anderen Zweck gedacht und hat sich dann zum dem „Golf Addicted“ Blog entwickelt, wie ihn jeder bislang kennt. Da ich den ursprünglichen Gedanken aber nie ganz aus dem Auge verloren habe und mittlerweile auch die/den einen oder anderen Golfer/in kenne, welcher/e sich mit vielen körperlichen Beschwerden beim Golfspielen „herumschlägt“, möchte ich in Zukunft diesen Themenbereich in der Rubrik Gesundheit/ Fitness oder einfach nur „Fit4Golf“ etwas näher beleuchten, mit dem Wissen meines Medizin-Studiums füllen und somit dem „medizinischen Laien“ verständlicher machen.

Habt ihr vorab schon Fragen, Wünsche oder Anregungen? Dann hinterlasst mir über die Kommentarfunktion eine Nachricht!

Viele Grüße,
McMulligan

Photo: http://www.vitalwirbel.de