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Platztest: GC St. Dionys

Heute möchte ich einen Platz besprechen, den ich Ostern spielen konnte: Den GC St. Dionys in der Lüneburger Heide, unweit von Hamburg.

Meine Wahl ist auf diesen Platz gefallen, da er bei diversen deutschen Rankings regelmäßig unter den Top 10 landet (und weil ich in Falkenstein am Feiertag nicht spielen durfte ;>) Entsprechend hoch waren aber auch meine Erwartungen.
Um es vorweg zu nehmen: Sie wurden nicht enttäuscht. St. Dionys ist ein traumhafter Platz.

Ich möchte an dieser Stelle ein neues Ranking einführen und es an St. Dionys erproben.
Es gibt 0-10 Punkte mit 0,5er Schritten in je 6 Kategorien zu vergeben und eine Gesamtpunktzahl. Dabei ergibt sich das Gesamturteil natürlich aus der vorher vergebenen Punkten, ohne sich von diesen mathematisch genau ableiten zu lassen- So bleibt Spielraum für Subjektives und Extrapunkte, die durch die Kategorien nicht abgedeckt werden. Jede Einzelwertung sollte dabei begründet werden.
Dabei entsprechen 0 Punkte einem schäbigen Acker mit einem Bauwagen als Clubhaus und 10 Punkte sind exklusiv dem Augusta National GC vorbehalten.

Zur Höhe der Bewertungen: Als Referenzrahmen würde ich eher die deutschen Plätze vorschlagen, anders als es z.B. der Reisegolfer macht. Bei ihm bekommen ‚gute‘ deutsche Plätze oft nur 5-6 Punkte, weil er sie mit den Top Plätzen der ganzen Welt vergleicht. Da aber 80-90% der hier besprochenen Plätze in Deutschland liegen werden, finde ich es so angemessener.

Die Kategorien sind:

1. Natur / Kulisse: Wie schön ist der Platz gelegen? Was bekommt man beim Spielen an Ausblicken geboten? Wie integrieren sich die Spielbahnen in die Landschaft?
2. Design: Wie  gut ist das Design der Spielbahnen? Sind die abwechslungsreich und doch harmonisch? Sind Hindernisse gut platziert ohne die Löcher unfair zu machen?
3. Zustand:  Wie ist der Pflegezustand des Platzes? Sind die Grüns schnell und treu ohne knallhart zu sein? Sind die Fairways eben und grün oder voller kahler Stellen?
4. Übungsanlagen:  Wie gut kann man sich auf die Runde vorbereiten? Gibt es genug Rasenabschläge? Eigene Chipping und Pitching Greens? Ein großes Puttinggrün?
5. Clubhaus / Gastronomie / Service:  Wie sind die Rahmenbedingungen? Wird man freundlich empfangen? Gibt es ein schönes Clubhaus mit guter Gastronomie?
6. Preis – Leistung: Wie teuer ist das Greenfee und was kriegt man dafür geboten?

Gesamtpunktzahl: In diese Wertung fließen alle objektiven und subjektiven Kriterien mit ein sowie eventuelle Zusatzpunkte.

Hier sollte man spielen, weil …  In einem Satz: Was macht einen Besuch hier empfehlenswert (so fern es eine Empfehlung gibt).

Auf gehts..

GC St. Dionys

Der Platz liegt in der Lüneburger Heide, allerdings befindet man sich an den meisten Löchern mehr im Wald als in der Heide. Auf den Backnine kommt aber auch die typische Heidelandschaft ins Spiel.

2008 wurde der Platz z.B. vom Golfmagazin auf Platz 8 in Deutschland gerankt- vor Hubbelrath, Gut Kaden und anderen und in der Nähe von Gut Lärchenhof. Ich hatte also enstprechend viel erwartet. Ich durfte entgegen der Regel auch an einem Feiertag ohne Begleitung von Mitgliedern spielen, bin dann aber schließlich durch Zufall mit einem älteren Ehepaar auf die Runde gegangen.

1. Natur / Kulisse:8.5
Das absolute Highlight der ganzen Anlage. Der Platz ist absolut traumhaft gelegen inmitten eines hohen Waldes.  Mein Flightpartner sagte: „Wenn man hier spielt, fühlt es sich immer so an, als sei man alleine auf der Welt“. Ich weiß zumindest was er meint.
Damit es auch optisch nicht eintönig wird, kommt auf einigen Bahnen Wasser ins Spiel. Die Backnine werden insgesamt offener und am Rande der Fairways findet sich an einigen Löchern Heidelandschaft. Das vielleicht beste Loch des Platzes (und lange Jahre als schönstes Loch Deutschlands gerankt) ist die 8, ein 147m langes Par 3. Hier schlägt man carry übers Wasser  auf ein von hohen Bäumen umstelltes Grün.

2. Design: 7
Das Design des Platzes ist sehr gut. Der Architekt hat sich Mühe gegeben, abwechslungsreichen  Spielbahnen zu schaffen. Die Grüns sind relativ dezent verteidigt und die Länge der einzelnen Spielbahnen halten sich in Grenzen, es gibt kein Par 4 über 380 Meter und viele um die 350m, außerdem sind einige erreichbare Par 5 dabei.
Wenn man es schafft, die Fairwaybunker zu überschlagen oder zu umgehen, hat man meist einen recht einfachen Approach. Das macht den Platz insgesamt fair, obwohl man am Abschlag fast jeder Bahn dazu verdammt ist, gerade zu schlagen- Wenn der Ball in den Wald geht, kann man den Score vergessen. Insofern erfordert der Platz durchgehend hohe Konzentration. Das Sloperating von 128 finde ich allerdings zu niedrig, wenn ich es vergleiche mit Plätzen in der Umgebung.
Wenn man einen Mangel finden sollte, würde ich mir noch ein paar interessantere Par 4-Löcher wünschen. Einige ähneln sich ziemlich: 350m mit Dogleg.

3. Zustand:  6
Der Platzzustand war der Jahreszeit angemessen, allerdings nicht so gut, wie ich es mir von einem Spitzenplatz erhofft habe. Die Grüns waren schon im Februar in Hubbelrath besser und vom Zustand eines Gut Lärchenhof ist St. Dionys dann doch recht weit entfernt (Obwohl ich Lärchenhof auch im Winter gespielt habe). Die Grüns waren nicht sonderlich schnell und hatten mit dem üblichen ‚Lochfraß‘ zu kämpfen.
Trotzdem ist die Anlage in deutlich besserem Zustand als die meisten Clubs hier in der Gegend und mit einer anderen Erwartungshaltung würde man den Pflegezustand als wirklich gut bezeichnen.

4. Übungsanlagen:  6.5
Der Club bietet vielfältige und gute Übungsbereiche. Eine große Driving Range mit vielen Rasenabschlägen, ein Chipping Grün und 2 große Puttinggrüns, alles sehr schön gelegen um das Clubhaus herum. Kritikpunkte sind ein fehlendes Pitching Green und die beschränkte Zugänglichkeit des Chipping Greens.

5. Clubhaus / Gastronomie / Service:  7.5
Absolut Top. Ein sehr schönes Clubhaus mit Reetdach, nettes und flexibles Sekretariat (Ich durfte spielen trotz Feiertag und habe Rabatt bekommen, der mir gar nicht zugestanden hätte), ein guter Proshop und ein nettes Restaurant samt Terasse mit Blick auf den Golfplatz. Die Currywurst für 5,90€ war ihr Geld auf jeden Fall wert. 

6. Preis – Leistung: 8.5
Das Gesamtpaket hat absolut gestimmt. Für nur 70€ (35€ Studenten) bekommt man hier einen Top Platz geboten, wo alles passt. Vom Preis-Leistungsverhältnis sicherlich der beste Platz, den ich bisher gespielt habe.

Gesamtpunktzahl: 8
Trotz des Pflegezustandes (der im Sommer sicherlich gut ist) und wegen des günstigen Preises und des tollen Naturerlebnisses.

Hier sollte man spielen, weil …  man hier günstig einen wirklich netten Waldspaziergang machen kann.

Leider nur 2 Fotos gemacht:


		
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Neue Saison, neue Schläger, neue Plätze

Moin!

1. Neue Saison 
Jetzt ist schon bald das, was die meisten als Saisonstart betrachten- aber da wir addicted sind, gab es natürlich keine Off-Season. 🙂
Nach dem letzten Spanien-Trip im Dezember habe ich es öfter auf die Range geschafft und auch einige Runden auf Sommergrüns zusammenbekommen- Dank des eher milden Restwinters und der diesen Winter sehr liberalen Greenkeeping-Politik vieler Clubs.

Ich freue mich auf jeden Fall auf die neue Saison, auch wenn ich leider deutlich weniger Zeit für Golf haben werde als letztes Jahr :/

2. Neue Eisen
Zu Weihnachten hab ich mir ein neues Eisenset gegönnt. Bin in meiner Golfkarriere vor nem guten Jahr mit einem Taylor Made Burner Plus-Satz gestartet mit Reg-Graphit Schäften. Super Eisen- aber inzwischen haben sie nicht mehr wirklich gepasst.
Da ich ein Titleist-Faible habe und mir Stahlschäfte schon von den Wedges so gut gefallen haben 🙂 , war die Wahl relativ schnell getroffen (nach einigem Probeschlagen): Titleist AP2

Bei den Schäften habe ich lange überlegt und mal ein paar Tests am Simulator gemacht, in Foren gefragt (Pitchmark in diesem Fall), etc. Bin dann im Endeffekt bei Project X Stahl 6.0 (s) gelandet, auch wenn der erste Computer-Test Dynamic Gold (x) empfohlen hat :>

Aber an sonem Simulator prügel ich dann irgendwie unbewusst doppelt drauf, so dass ich die Werte nicht ganz ernst nehmen kann 😀 Aber es ist irgendwie ein schmaler Grad: Ist der Schaft zu weich, streut man zu sehr- Ist er zu hart, verliert man zuviel Länge, sofern man nicht die volle SKG an den Ball bringt (was ja leider oft der Fall ist).

Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden, ist schon ein anderes Gefühl mit Stahl 🙂 Und erfreulicherweise habe ich auch keine Länge verloren, trotz 2-3° mehr Loft der einzelnen AP2-Eisen im Vergleich zu den Burner Plus.
Ein neues Gap Wedge (Cleveland CG 15, +0,5″, +1Tape) hab ich mir auch noch geholt, jetzt ist mein Bag fast komplett. Im Laufe der Saison werd ich mir noch ein neues Hybrid holen.

3. Neue Plätze
Neben einiger Runden in Gevelsberg, Hagen, Gelstern-Schalksmühle (mein neuer 2. Club für dieses Jahr!) und Brückhausen habe ich in den letzten Wochen noch 2 Plätze spielen können, die ich schon länger auf der Liste hatte: Gut Lärchenhof und Hubbelrath.

Gut Lärchenhof

Der Platz nahe Köln wurde als  einziger Platz in Deutschland von Jack Nicklaus designt und war Jahrelang ausrichter von Top-European-Tour Turnieren (Linde Masters und Mercedes-Benz-Championchip)- Da hat schon die gesamte Weltelite gespielt 🙂
Der Bau hat lockere 36 Millionen gekostet, die unter anderem für ein Entwässerungssystem verbraten wurden, das dem gesamten Platz unterlegt ist und dafür sorgt, dass man auch im tiefsten Winter auf trockenen, kunstrasenartigen Faiways spielen kann.
Um es kurz zu machen: Der Platz ist der Hammer und in einer anderen Liga als alles was ich bisher gespielt habe. 🙂
– All u can hit Callaway Ballpyramiden auf der Range im Fee incl.
– Fairways wie Teppiche
– Super Design
– Tadellose Grüns, Bälle halten, trotzdem extrem schnell (will nicht wissen, wie die im Sommer sind)
– Sickes Clubhaus mit Sterne Gastronomie und 10€-Currywurst die auch 20 wert gewesen wäre 😀

Ich werd da auf jeden Fall noch das ein oder andere mal hin fahren, hoffentlich mit den Bloggern und sonstigen üblichen Verdächtigen für ein Match 🙂
Leider haben wir kaum Bilder gemacht :/

 

Golfen selbst hat auch gut geklappt- Haben von den schwarzen (=Senioren)-Tees spielen müssen wg. Winter, da hat man aber immer noch ein Rating und Länge wie Gevelsberg oder Westerwinkel. Durch das flache Rough, fehlende Belaubung und Besserlegen lies sich der Platz an diesem Tag wirklich gut spielen. Ich hab aus irgendeinem Grund eine 80 gespielt, die letzten 11 Löcher 1 über Par- Egal was falsch gelaufen ist bei den einzelnen Löchern, irgendwie wurde immer ein Par daraus am Ende. Guter Saisonstart 🙂
Ich bin mal gespannt wie sich der Platz im Sommer bei Tour-Bedingungen spielt.

 

 

Hubbelrath

Genau wie Gut Lärchenhof wird der Ostplatz von Hubbelrath (Düsseldorf) immer unter den Top 5 Plätzen Deutschland gerankt. Das Erlebnis hier war allerdings nicht mit Köln zu vergleichen- Im Winter taugt der Platz nicht wirklich viel.
Natürlich war es -vom Zustand und Design- eine andere Liga als die Plätze, wo ich sonst spiele, aber für ein normales Greenfee jenseits der 100€ erwartet man dann eben auch was außergewöhnliches 🙂
Die Fairways waren eben im Winterzustand- eigentlich nichts ungewöhnliches im Winter 😉 aber hinzu kommt folgendes: Die Schönheit und der Reiz des Platzes gehen sicherlich von der dichten Bewaldung aus- Alter Baumbestand an jedem Fairway. Und wenn es da komplett an Laub fehlt, geht viel verloren.
Zumindest ließ es  Tim und mich vernünftig scoren- Die Bälle ließen sich zwischen Bäumen meist wiederfinden und rausspielen.
Im Sommer wird der Platz aber richtig tough :/Vor allem wenn man viel streut mit dem Driver. 😦
Trotzdem lohnt da sicher nochmal ein Besuch in ein paar Monaten 🙂

Ich werd demnächst nochmal (etwas verspätet) die Saison  2010 resümieren und etwas übers Mindset schreiben, da hat es bei mir irgendwie klick gemacht. Spiele ganz anderes Golf, obwohl ich die Bälle nicht viel besser treffe. 🙂 Nicht mehr zu vergleichen mit der Tiltbox, die ich die ganze letzte Saison war 😀

Super nice find ich übrigens die Trainingsroutine aus dem 2+2 Forum, worüber CptHook berichtet hat! Das werd ich in Kürze auch mal probieren, hört sich super tough an 🙂

Grüße
solidsocket

Wintereinbruch..

.. gibt es in Südspanien zum Glück nicht. Ich hatte nochmal die Chance den miesen Golfbedingungen in der Heimat für 12 Tage zu entfliehen. Neben der Arbeit in Gibraltar und einem Kurztrip nach Marokko habe ich mir natürlich auch etwas Zeit zum Spielen genommen.

Zur Auswahl standen wieder die Golfplätze der südlichen Costa del Golf und zumindest in der ersten Woche waren die Bedingungen traumhaft, 17-19° und viel Sonne. (Heute regnet und stürmt es allerdings).  Ich habs insgesamt zu zwei 18 Loch Runden gebracht und einmal Driving Range.

Die Wahl für die erste Runde fiel auf den traumhaft gelegenen Alcaidesa Links Course . Es haben kurzfristig noch 4 Bekannte zugesagt mitspielen zu wollen: 2 hatten zumindest Grundkenntnisse, die anderen beiden aber hatten noch nie einen Schläger in der Hand. Halbe Stunde einschlagen auf der Driving Range und dann ab dafür mit 3 Leihbags und 3 Karts 😀

5 Löcher haben sie durchgehalten (und ca. je 80 Schläge), dann haben sie die meiste Zeit mit Cartrennen incl. Sidebets von Loch 9 zurück zum Clubhaus verbracht :> Mit wars recht, so konnte ich mit dem letzten verbliebenen Mitspieler noch zuende spielen.
Der ist übrigens inzwischen richtig addicted, war direkt am nächsten morgen wieder auf der Driving Range und hat 400 Bälle geschlagen 🙂

Der Score war durchwachsen- einige Pars, viele Bogeys und viele Aussetzer. ich habs einfach genossen Golf spielen zu können. Der Platz hat außerdem einige verführerisch kurze Par 5 und da kommen schnell ein paar Triple Bogeys zusammen :)

Das Signature Hole. Im Hintergrund der Felsen von Gibraltar.
Auf dem Tee vom Signature Hole. Im Hintergrund der Felsen von Gibraltar.
Keine Balls für den Driver am 15. Tee
Keine Balls für den Driver am 15. Tee
Zu kurzer Approach am Par 4 14..
Zu kurzer Approach am Par 4 14..
Und der ist auch noch nicht drin..
Und der ist auch noch nicht drin..

 

Ein paar Tage später wollte ich mich eigentlich auf den Weg machen zum Golfclub La Canada, ein ganz netter Platz wo ich schonmal gespielt hatten. Irgendwie hab ich aber den Weg nicht gefunden und stand auf einmal durch puren Zufall vor den Pforten von Valderama 😀 Da ich keine 300€ locker machen wollte, bin ich weiter gefahren und hab direkt nebenan noch einen anderen Platz gefunden.
Sah auch alles richtig edel aus- ich bin einfach mal hin und hab nachgefragt. Das „Clubhaus“ war schon so ein halbes Schloss und es hab auch keine Rezeption oder so, nur „members only“-Schilder an jeder Tür. Irgendwann hab ich dann jemanden gefunden, der sagte Gäste sein eigentlich eher nicht- eigentlich nur mit Mitgliedern und 160€. Nach einigem Reden hat er mir dann Angeboten für 70 zu spielen, weil wenig los sei. Da ich eh keine Lust hatte weiter zu suchen, hab ich da natürlich zugeschlagen und ich habe es nicht bereut.
Ich habe ein Cart bekommen (mit scorkarte, Stift, Rundenverpflegung etc. schon drin) und wurde erstmal rumgefahren und eingewiesen. Die Driving Range war super- 300m lang, perfekt gepflegt und die Bälle lagen unbegrenzt in Pyramidenform bereit auf den Rasenabschlägen. 🙂 All u can hit obv inclusive 😀

Ich habe direkt 2 Pyramiden vernichtet
Ich habe direkt 2 Pyramiden vernichtet

Sieht aus wie ein Grün, ist aber ein Marmorfußboden
Sieht aus wie ein Grün, ist aber ein Marmorfußboden

Der Platz selbst war insgesamt auch sehr gut. Das Design ist wirklich gelungen, abwechslungsreich und gut in die Landschaft eingebettet, viele alte Bäume und einige große Wasserhindernisse, die oft ins Spiel kommen. Die Grüns waren  mit einigem Abstand das beste, was ich je gesehen habe. Alle absolut perfekt gepflegt, einheitliche Farbe und gleichmäßig wie ich Teppich, 100% treu und unglaublich schnell. Ich habe mich mehrmals so lächerlich verschätzt bei der Länge, dass es eine Freude war.
Leider waren die Fairways teilweise in recht schlechtem Zustand- Abgesehen davon sicher ein tourtauglicher Platz, zumal er von den schwarzen Tees 6700m lang ist und sauschwer.

Was meinen Score angeht- … Knallharte, enge Fairways, pfeilschnelle Grüns, große Seen, viel dichter Wald, unberechenbarer Wind und eine schlechte Tagesform- da führt eins zu dem anderen. Ich war der Aufgabe auf jeden Fall nicht gewachsen 😀

Par 3...
Par 3...
Trinkwasser an jedem Tee..
Trinkwasser an jedem Tee..
190m Par 3 mit Wasser rundrum. Eins der Löcher zum entspannen..
190m Par 3 mit Wasser rundrum. Eins der Löcher zum entspannen..
500m Par 5. Diese Baumschneise soll das Fairway sein. Das Grün ist übrigens von Wasser umgeben.
500m Par 5. Diese Baumschneise soll das Fairway sein. Das Grün ist übrigens von Wasser umgeben.

War also nochmal ne nette Zeit auf dem Golfplatz, jetzt gehts leider wieder ins kalte Deutschland. Wenigstens liegt mein neuer Eisensatz dann unterm Baum: Titleist AP2. Testbericht folgt noch..

Da ich schon lange nicht mehr geschrieben habe: Ein-zwei weitere Jahresziele hab ich in meiner letzten Runde in Deutschland vor dem Wintereinbruch noch geschafft: Beim foursome u.A. mit Captain Hook beim GC Unna-Fröndenberg hab ich meine ersten 18 Loch unter 90 (88) gespielt (3/4 der Löcher von den weißen Tees). Und meine erste Runde ohne triple Bogey (und damit auch ohne Strich) war es glaub ich auch. Ich hatte eigentlich schon früher darauf gehofft, da ich schon enige Male 9 Loch um die 40 gespielt hab, aber freut mich trotzdem, dass es noch dieses Jahr geklappt hat.

Ich werd in Kürze nochmal von den neuen Eisen berichten und ein Jahresfazit abgeben. Und dann werd ich mich dem hoffentlich bald erscheinenden Trainingsplan von McMulligan mal annehmen und vlt. taut es ja auch nochmal, so dass wir die Winterchallenge noch beginnen können, bevor es April ist.

Grüße,

solidsocket

Das mit dem Jahresziel..

Hi,

ich schreib auch mal wieder was. Am Anfang des Jahres (und meines Golferlebens) haben wir Ziele für die erste Saison ausgegeben, ich hatte mir einfach mal unter 20 als Ziel gesetzt. Die Saison geht jetzt langsam zu Ende und da wollte ich mal den Verlauf des HCPs bis hierhin rekapitulieren 🙂

Von 54 auf 30 ging es recht schnell, dann gabs einen großen Sprung von 30 auf 24 in einem Turnier so im Juni- Dann war erstmal Schluss.
Ich konnte keinen geraden Ball mehr schlagen und konnt mich einige Turniere nicht mehr unterspielen. Nachdem ich dann eine Prostunde genommen hatte, ging es langsam aufwärts und mit dem Handicap wieder zaghaft abwärts – Ein paar mal knapp unterspielt, bis ich vor ein paar Wochen auf 20,9 war-> Das Ziel ist also seit einiger Zeit in greifbarer Nähe.

Zu der Zeit fühlte es sich so an, als sei der Sprung auf 18 nur noch eine Frage von sehr kurzer Zeit- Die Trainigsrunden waren auf einmal super, der Schwung hat wieder funktioniert.
Erst hab ich in Gevelsberg auf den Frontnine eine 40 gespielt, dann am nächsten Tag bei unserem Blog-Fourball-Matchplay mit McMulligan, Cpt. Hook und Tim beim GC Westerwinkel meine beste Runde überhaupt (bis Loch 14 zumindest^): Eine 39 auf den Frontnine, bis zur 14 kein Score schlechter als Bogey.
Zu dem Zeitpunkt sah es so aus, als könnt ich ne 82 oder so spielen^ Dann 4 Löcher in Folge gestrichen 😀 und auf der 18 nochmal Par gespielt.
Im Endeffekt war der Score durch den Totalausfall zwischendurch nicht mehr so gut, aber mit 15 Bruttopunkten auf den ersten 9 wars für mich ein cooler Ausblick auf was vlt. mittelfristig möglich ist.

Zurück zum Handicap: Ich hab danach noch 2 Turniere gespielt, wobei ich jedesmal die 20er Grenze im Kopf hatte.
Ich brauchte  39 Punkte um sie zu knacken- Diese psychologischen Fallen sind natürlich fies, wie sich herausstellte 🙂
Beim Herrentag in Schalksmühle hab ich nach einem super Endspurt auf den Backnine auf dem Abschlag der 18 bereits 36 SFP gehabt, ich musste nur noch einen Bogey spielen und war unter 20 (mit CSA war nicht zu rechnen).
„Nur noch Bogey“, wenn man weiß, dass man Bogey spielen muss, ist dann aber leider was ganz anderes 😦 Drive mies unterschlagen, fast ne Lady. Zweiter schräg raus zurück auf die Bahn, noch 150m left. 3 Schläge von da- Immernoch gut machbar.
Der Schlag dann war echt der mieseste des Monats, die Mutter aller Hooks links auf die Driving Range, bestimmt 100m vom Grün entfernt- oob – Strich.
Nice- 36 SFP, immer wieder schön 😀

Versuch 1 war also gefailt fürs Jahresziel.
Letzten Samstag dann eine Regenschlacht in Gevelsberg bei 6°C- was ein Spaß. Zudem waren McMulligan und ich in einem Flight mit einer Dame, HCP 40, die im Schnitt 80m gedrivt hat, jedes Loch zuende gespielt hat und am Ende 20SFP hatte- das bedeutete eine Spielzeit von entspannten sechs Stunden 😀
Das Spiel war sehr durchwachsen, irgendwie kamen einige Punkte zusammen. Als ich am drittletzten Loch (dem leichtesten des Platzes) angekommen war, brauchte ich noch ein solides Par-Bogey-Bogey-finish für die nötigen Punkte.
Natürlich geht der Abschlag in den völlig durchnässten Bunker-  3 Schläge raus – Strich.
Und das in der Situation und an einem Loch wo schon ein Bogey ein schlechter Score ist (240m Par 4, es war an dem Tag Damen = Herrenabschlag).
Am Ende war ich wieder mit 36 SFP im Clubhaus. CSA+2 ergab dann ein neues Handicap von 20,1- Es hat ein Schlag gefehlt :/

Natürlich gibts eigentlich keinen Grund das irgendwie ernstzunehmen, aber ich bin jetzt doch ehrgeizig diese blöde 2 vorm HCP noch dieses Jahr wegzukriegen 😉 Hier die beiden Scorekarten:

Vier Striche beides mal- Wie auch in Westerwinkel, bei der eigentlich guten Runde, hapert es ganz stark an der Konstanz.
Das hat schonmal besser geklappt, ich hoffe in der Hinsicht tut sich noch was dieses Jahr.
Mein Plan ist zumindest, noch das ein oder andere vorgabenwirksame Turnier zu spielen bis zum Jahreswechsel- Dortmund und Hamm bieten da den ganzen Winter über etwas an.
Irgendwann muss es ja klappen 🙂

Allerdings funktioniert mein Schwung schon wieder nicht mehr vernünftig.. Die fetten Schläge wurden anscheinend von ständigen Hooks abgelöst und meine Drives nähern sich weitenmäßig denen der vorher erwähnten Dame an :/ Wieso kann man nicht einfach mal ein paar Wochen gerade Bälle schlagen : D

So long, ich hoffe wir kriegen noch einen Blog-Foursome dieses Jahr hin, solange die Sommergrüns noch offen sind. Danach gibts wie angekündigt ne Wintergrün-Challenge 🙂

solidsocket

Von Rehlein, Vögelchen und Hacken

Hi,

erstmal Herzlich Willkommen Figool auch von mir- schön noch einen motivierten Mann dabei zu haben 🙂

Ich hab mich länger nicht mehr gemeldet, wollte erstmal sehen wo sich mein Spiel so hinentwickelt.. aber erstmal von den positiven Zeiten:  In den Wochen wo ich auch mit Cpt Hook in Dortmund gespielt habe (letzter Blogeintrag von mir), hab ich solides Golf gespielt, mit dem ich absolut zufrieden war- nahe an Bogeygolf (oft 92, 93 und auf 9 Loch auch mal 42, 43.. auch auf schweren Plätzen) und wenig rumgehacke.
Ich vermutete natürlich, dass die Hack-phase jetzt mehr oder weniger überstanden war und ging von einer stetigen Weiterentwicklung aus. (wie naiv..)

Eine schöne Runde hatte ich zu der Zeit auch in Gevelsberg: Abends nach einem starken Regen- ich war fast alleine auf dem Platz, schöne Abenddämmerung und ich spiel an der 15 (407m, Hcp 6) einen Birdie (zum ersten mal auf dem Loch). Als ich meinem Drive am nächsten Loch hinterherging, lief eine Reh-Familie übers Fairway, die sich nicht wirklich stören lies- sehr idyllisch 😉 Als ich dann auch noch ein perfektes Eisen 9 mit einem leichten Draw aufs Grün geschlagen habe, wars perfekt 🙂

Das war aber auch das letzte wirklich positive Erlebnis- Ich bin seit Monaten in einer absoluten Krise, komme auf keinen grünen Zweig mehr und spiele im Schnitt 10 Schläge schlechter als vor 3 Monaten.
Ich will fast sagen ich bin völlig unfähig einen geraden Ball mit einem Eisen zu schlagen. Höhepunkte war ein Turnier in Hagen, wo ich die schlechteste Runde meines Lebens gespielt habe. Zu allem Überfluss auch noch Zählspiel, war also nichts mit aufheben.. An der 1 (leichtestes Loch, kurzes Par 4), spiele ich eine 10 (unheard of), gefolgt von einer 12 an der 2. Und es war nicht mein letzter zweistelliger Score auf der Runde 😉
Es vergeht kaum noch ne Runde ohne haarsträubende Fehlschläge und 30cm Divots .. Was tun?

Ich hab mich dann irgendwann mal aufgerafft und mich 2h auf einer Driving Range vor den Spiegel gestellt und geguckt was ich da eigentlich für einen Mist zusammenschwinge. Dann hab ich letzte Woche noch eine längere Prostunde bei einem jungen Pro in Gelsenkirchen genommen. Da es mir nicht an short-term Lösungen gelegen ist (Ich habe nichts davon, wenn er jetzt irgendeinen Folgefehler behebt und nach einem Monat gehts wieder so weiter wie vorher), habe ich ihm gesagt er soll mir wirklich alles umstellen. Er meinte, ich würde dann dieses Jahr wohl keinen Ball mehr treffen („Hast du vor noch Turniere zu spielen dieses Jahr?“), aber das bin ich sogar bereit auf mich zu nehmen 🙂

Mein Schwung ist jetzt drastisch verkürzt, ich versuche zur Zeit immer nur (für mich gefühlte) halbe Schwünge zu machen, dafür ein Eisen mehr zu nehmen und halt auf tausend andere Sachen zu achten 😉 Also echt mal ein kompletter Relaunch, fühlt sich fast an als müsst ichs ganz neu lernen.
Mit dem Schwung den ich vorher hatte, bzw. wo er sich hinentwickelt hatte (John Daly in schlecht^) komm ich aber einfach zu keiner Konstanz. Ich werd jetzt mal die nächsten Wochen versuchen daran zu arbeiten und hoffe ich kriege es noch vor dem Winter halbwegs umgesetzt.

Umgesetzt kriegen sollten wir auch mal einen Blog-foursome in naher Zukunft, bald wird das Wetter noch schlechter 🙂

Stand Hcp: 22,4
Ziel dieses Jahr weiterhin, wenn auch erstmal nicht in Reichweite: 18.
Bißchen Zeit ist ja noch.

So long, ich geh mal auf den Platz Bälle schlagen 🙂

Konstanz beim Golf

Jeder Golfer, der diese Überschrift liest, weiß, was darunter folgen wird, nämlich eine Fortführung des Satzes in der Art von „gibt es nicht“, „wird es nicht geben“ oder „hab ich noch nicht kennengelernt“. Es gibt wohl kein Spiel, was auf die eigenen Leistungen bezogen eine derartige Varianz aufweist.

Das gilt aber nicht nur für den Score insgesamt, sondern (ich denke nicht nur bei mir) auch genauso für die Teilbereiche (Driven, Eisen, Short Game, Putten). Manchmal hat man zwar Runden wo alles gleich schlecht oder gleich gut funktioniert, meist ist es aber nur ein Teil insbesondere, der den Score versaut oder rettet. Ich kann daher eigentlich garnicht sagen, wo meine Schwächen liegen. Was an einem Tag unglaublich schlecht ist und mich 10 Schläge kostet, ist mitunter schon am nächsten Tag genau meine Stärke.

Am Samstag habe ich den ‚Preis des Spielführers‘ in Gevelsberg zusammen mit Mc Mulligan gespielt. Ich hab schnell gemerkt, dass ich den Ball ganz gut treffe und habe mit einer guten Runde gerechnet. Das hat sich auch bestätigt bei allen Schlägen bis aufs Grün, was ich oft in Regulation getroffen habe. Dort ging aber garnichts, ich will fast sagen, so schlecht hab ich seit Monaten nicht mehr geputtet, insgesamt waren es 8 3-Putts! Die 2 18-Loch Runden davor hatte ich Null und Zwei 3-Putts. 😦 Das spiegelte sich auch im Ergebnis wieder: 12x Bogey und nur 1xPar. Immerhin trotzdem noch knapp unterspielt, neues Hcp 22,8.

Am nächsten Tag habe ich bei meinen 9 Loch 5x Par gespielt und super geputtet, wie soll man das verstehen. Ich bin schon gespannt, welcher Teil des Spiels beim nächsten mal kaputt ist.

Die Trainingsrunden laufen zuletzt meist ganz gut, ich spiel kaum noch über 100 und habe schon mehrfach um die 93 gespielt, 9 Loch sogar 2x eine 43, da bin ich insgesamt ziemlich zufrieden. Der nächste Schritt muss jetzt der Sprung unter 90 sein, aber dafür muss ich es mal schaffen konstanter zu spielen und unter 45 Putts pro Runde zu bleiben 😉

Letzte Woche hab ich mit Captain Hook 18 Loch im Dortmunder Golfclub gespielt. War mal wieder traumhaft, der Platz ist einfach Nuts. Unser Matchplay war allerdings recht schnell (vor)entschieden, weil bei ihm nach einer längeren Pause auf den ersten Neun nicht viel zusammenlief, ich aber neben einem Doppelbogey nur Bogey und Par gespielt hab (war auch eine Premiere). Auf den Backnine hat sich das Blatt dann allerdings gewendet, er hat Golf gespielt und ich hab rumgehackt 🙂 Sobald Thorsten dann aber wieder nachgelassen hat, lief es bei mir plötzlich wieder, sodass es ein gutes Ende mit Par und Birdie an der 17 und 18 genommen hat. War auf jeden Fall eine schöne Runde und wir haben sogar noch ein Eis umsonst bekommen im Restaurant 😀

Abseits vom Spielgeschehen hat sich was in meinem Bag getan: Ich habe ich 2 neue Schläger.

1. Titleist 909 D1 Holz 3, 15° mit Voodoo-Schaft in Stiff.

Ich hab mir das Ding geholt um meine Cobra-Fairwayhölzer zu ersetzen, allerdings muss ich mir eingestehen, dass das Teil zu früh kommt. Was eine Keule.. Wenn man es gut trifft geht der Ball ab wie sau, allerdings ist es mir scheinbar unmöglich den Ball irgendwie gerade zu schlagen. Ich hab jetzt zumindest eine Idee, wie sich ein Schläger für Single-Hcper anfühlt und sehe es als Investition in die Zukunft 😉 Habe aber wieder mein Holz 5 ins Bag genommen vorsichtshalber..

2. Cleveland CG 15 60° Lobwedge

Ein tolles Wedge, das sich sehr gut anfühlt. Allerdings ist so ein Lobwedge natürlich ein Schläger, der die Varianz pusht. Ich glaube ich setze ihn zu optimistisch ein und verliere einige Schläge dadurch, dass ich ihn hoch perfekt an die Fahne spielen will, anstatt ihn flacher zu chippen und in Kauf zu nehmen, dass er am Loch vorbei läuft. Um ihn wirklich mit einem positiven Erwartungswert spielen zu können, muss ich wohl noch besser werden, auch wenn er mir hier und da schon ein Up&Down ermöglicht hat.

So long, ich hoffe der Sommer hält noch bis November 🙂

solidsocket

Geshippt

Von mir gibts direkt noch ein Update.

Mittwoch hab ich mal wieder den Herrentag am GC Gut Berge gespielt um diese lästige 3 vor dem Handicap wegzubekommen. Hat geklappt 🙂

Ich hatte einen netten Flight und das Wetter war optimal, zum Glück hat sich auch der Score diesen Verhältnissen angepasst. Kein Teil meines Spiels war so wirklich gut, aber eben auch keiner schlecht- und das alles entscheidende: Es war ziemlich konstant. Oft genug spielt man ja innerhalb einer Runde mal wie ein Single-Hcper und mal wie ein 3digit-Hcper, diesmal war aber kein wirklicher Einbruch da.

Nur ein Loch war sehr bitter: Nr. 11, Par 5 mit einem Bach. Ich lieg mit dem 2. Schlag 25m vor dem Grün und hab noch einen einfachen Pitch für eine Birdiechance. An der Stelle hab ich das Loch schon oft versaut, aber diesmal wars wirklich fies: Ich blade den Pitch und er geht übers Grün ins Aus. Der nächste ist ein Quickhook in den Bunker, woraus ich 2 Schläge brauche. Der 6m-Putt für wenigstens 1 Punkt läuft sogar direkt aufs Loch zu, lippt dann aber natürlich aus. Fail 😦 Das wäre sonst meine erste Runde überhaupt ohne Streicher gewesen. Allerdings hab ich neben dem Streicher kein Loch schlechter als Doppel-Bogey gespielt, das ist mir auch noch nie gelungen.

Das beste war: Ich hab 2 Birdies gespielt! 🙂 Das hab ich noch nie in einer Runde geschafft (Hatte überhaupt erst ne Handvoll ). Insgesamt bin ich auf 50 SFP gekommen (Das hatte ich das letzte mal bei meinem ersten Turnier mit Hcp 54 und es wird wohl auch das letzte mal gewesen sein), am erfreulichsten fand ich aber, dass ich die Bruttowertung in meiner Hcp. Klasse gewonnen habe mit 17 Punkten 🙂 Neues Handicap ist 24.

Insgesamt war es tatsächlich meine bisher beste Runde mit 93 Schlägen, das einzig negative daran ist eigentlich, dass ich ab jetzt auf der Hälfte der Löcher nur noch einen Schlag vor habe. Jetzt wirds also ernst^

Hier mal die Scorekarte:

In den nächsten Wochen geht es jetzt für mich darum weiterhin solide zu spielen, also es zu schaffen das Hcp zu spielen. Zur Zeit gucke ich mir „Secrets of the Shortgame“ von Phil Mickelson an (Danke an Mc Mulligan), was mir schonmal einige Anregungen gegeben hat. Werde gleich mal zum Club fahren und etwas testen. Die nächsten Wochen werd ich wohl auch mal wieder auswärts spielen.

Zwischenfazit Juli: Dem Jahresziel ein gutes Stück näher gekommen. Fehlt es nur noch an Konstanz.

Grüße

solidsocket

Up & Down..

.. PAR ist immer nice, aber wenn es nicht am Chip scheitert, geht der Putt vorbei. Up & Down ging es auch in den Golfrunden des letzten Monats..

Anfangs war ich noch in Spanien und konnte noch ein paar Runden spielen. Neben zwei Runden bei orkanartigem Wind (eine interessante, wenn auch -auf den Score bezogen- deprimierende Erfahrung) habe ich 18 Loch auf dem New Course von San Roque gespielt. Das war noch interessanter, ein abgefahrener Platz. Ich hatte vorher in der Golfpunk ein Interview mit Perry Dye gelesen und es war mir noch im Kopf, dass es dafür bekannt ist „anspruchsvolle“ Plätze zu designen. Das war allerdings eine Untertreibung was San Roque angeht. Überragend schön und gut gepflegt, aber lächerlich schwer. Fast jeder Schlag, der das Grün oder Fairway (wenn man die permanent gewellte von Grass durchzogene Bunkerlandschaft Fairway nennen möchte) nicht genau getroffen hat, war im Gebüsch, Aus, See, Bunker oder in einer Schlucht. Am besten war ein Par 3, 170m komplett über eine Schlucht, bis direkt vorm Grün. Bei dem Loch gab es neben den üblichen 4 Abschlägen noch ein extra Abschlag mit dem Label „Seve´s Tee“ (Auf Seve Ballesteros bezogen) bei 210m- ein nettes Gimmick, wie ich fand. Jedenfalls hab ich gut gefailt und kaum ein Hindernis verfehlt.

Seit ich wieder in Deutschland bin, lief es durchwachsen, aber insgesamt bin ich auf einem guten Weg. Eine Prostunde zusammen mit McMulligan in Gevelsberg hat meinen Hook geheilt und ich hab 4 Runden in Folge 100 oder besser gespielt. Meine bisher beste Runde war letzte Woche: 94. Das ist schonmal die richtige Richtung 🙂 Aber bis zum Jahresziel von ~Hcp 20 ist es noch ein Stück, zumal ich, wie heute, auch immer mal schwache Runden dabei habe, wo ich es einfach nicht schaffe die Konzentration aufrecht zu erhalten.

In meinem Schwung hat sich allerdings zur Zeit irgendein Mist mit den Handgelenken eingeschlichen, der zwar zu 10m extra führt, aber dafür jede Konstanz nimmt. Seit langem habe ich die Tage mal wieder mit den Eisen gesliced oder an bestimmten Löchern den Abschlag ins aus gepusht/pullt/sliced. Hoffe das kriege ich schnell wieder weg- Drives und Short Game funktioniert zwar nach wie vor halbwegs, aber ohne ein solides Eisenspiel geht eben nichts, zumal „nicht solide“ bei mir bei vielen Schlägen OOB heißt.

Ich denke mal bei den meisten ist es so- man setzt sich kleine Ziele spezielle Löcher auf dem Heimatplatz betreffend- Hier mal Birdie spielen oder da mal im 2. aufs Grün, den Driver weiter als Punkt X etc.. von diesen kleinen Sachen hab ich letzte Woche erstmals ein paar geschafft, die ich noch auf dem Zettel hatte: 1. Einen Birdie an der Drei. 2. Par an der Vier (schwerstes Loch). 3. auf der Eins hinter den Bunker gedrived (er lag 10m dahinter, hatte also noch ein Eisen 7-8 ins Grün auf dem Par 5) und auf der 11 in den Bach gedrivt (ist zwar mies, aber gute Länge 😀 ).  Das sind dann immer so kleine Erfolge über die ich mich freuen kann, auch wenn die Runde vielleicht nicht gut ist.

Auf jeden Fall schön zu sehen dass bei McMulligan der Knoten geplatzt ist. Habe mir schon gedacht, dass es so kommt in Kürze, ähnlich abruppt ging es bei mir auch vom Hacken zu irgendwas golfähnlichem. Alles eine Sache des Mindsets.. Jetzt können wir vernünftig Matchplay battlen 🙂

Mittwoch spiel ich den Herrentag, ich hoffe ich erwische nicht wieder einen miesen Tag, sondern spiele mal solide ne Runde durch, das sollte dann für einige Punkte reichen.

Grüße

solidsocket

Golfen in Spanien

Hi,

ich wollt auch mal wieder ein Update bringen. Erstmal Hallo an Thorsten! Nice dass du auch dabei  bist. Bin mal gespannt wie wir drei uns dieses Jahr noch so entwickeln.

Ich bin zur Zeit vier Wochen in Gibraltar und hab daher die Möglichkeit die Plätze an der Costa del Sol (aka Costa del Golf) zu bespielen. Ich versuche 1-2 Runden pro Woche zu spielen – nicht angenehm für den Geldbeutel, aber die Plätze sind einfach zu schön. Thorsten war auch kurz zu Besuch letzte Woche, leider hat die Zeit nur für ein paar Stunden Putten und Chippen gereicht. Da wir als Gambler unter uns waren, wurde obviously 5-10€ pro Chip oder Put gespielt. Übermütig und ohne Touch habe ich 30€ oder so an einen 20hcper verdonkt, der mit Torsten gekommen ist.  Das wollte ich am nächsten Tag auf der geplanten 18 Loch Runde wieder reinholen, aber natürlich haben die Münsteraner gekniffen 😉

Insgesamt hab ich drei Runden gespielt seit ich hier bin. 13 Loch nahe San Roque und 9 Loch und 18 Loch auf dem traumhaften Platz  in Alcaidesa.

Der Platz  ist direkt am Meer gebaut, in gutem Zustand und super designed. Ich habe (vielleicht durch die Meeresluft und das gute Wetter?) wieder zu einem soliden-guten Spiel gefunden. Die lästigen Pullhooks und Sockets (meine beiden Alptraumschläge) kommen nur noch selten zustande, wenn ich sehr unkonzentriert bin. Meist produziere ich aber halbwegs gerade Flugbahnen. Die erste Runde die ich in Spanien gespielt habe hat für meine Verhältnisse super gestartet: Par (Par 5, 2.Schlag mit dem E8 übers Grün hinaus und einen chip for eagle gehabt :>) , Bogey, Bogey, Bogey. Insgesamt eine 48 nach 9 Löchern. Nice.

In meiner letzte Runde von gestern (18 Loch insg.) habe ich meine bisher besten 9 Loch überhaupt gespielt: Eine 46! Hätte ich den unnötigen 3Put an der 9 nicht gehabt, wäre es meine erste Bogey-Runde (zumindest für 9 Loch) gewesen. Ich hab auf den ersten 10 Löchern 4x Par gespielt (sogar ein Up-and Down aus einem Grünbunker dabei) und 4x Bogey!

Auf den Backnine (Backeight besser gesagt, Loch 10 war nochmal ein Par) bin ich dann eingebrochen, aber das war abzusehen- ich war einfach erschöpft wg. den permanenten 30°C..

Ich weiß aber wohl dass ich das nicht konservieren können werde und bis ich meine erste echte 18-Loch Bogey-Runde spiele, wird noch einige Zeit vergehen. War aber nice mal zu sehen, dass man ein Grün auch einfach mal treffen kann, dass man auch mal scrambeln kann und auch längere Putts fallen, alles Sachen die ich eigentlich nur aus Erzählungen kenne^

Blick auf die 5. Bahn, die bergab und am Meer entlang geht.

Zwei gute Sachen sind mir bisher passiert, leider jeweils mit dem zweiten Ball (damit spielt es sich irgendwie leichter :>), nachdem ich den ersten ins Aus geballert habe : 1. Auf der 9 (Par 4 bergauf) hab ich Birdie gespielt (also Bogey). 2. Auf der 7 (Par 5, Grün von einem Teich verteidigt) lag ich mit dem 2. Schlag auf dem Grün, 3m neben der Fahne , erstmals! Den Eagle (also Par) Put aber obv nicht gemacht.

Naja mit dem 2. Ball zählt es nicht, trotzdem hats mich gefreut 🙂

Leider kann ich hier keine Turnier spielen, das werde ich aber bald in Deutschland nachholen.

Eine Lebensweisheit zum Schluß, aus dem Buch welches ich gerade lese (Coma): Von purer Lebensfreude zum zähneknirschenden, heulenden Irren, in wenig mehr als zwanzig Minuten. Das schafft bloß Golf.

Kann wohl jeder Golfer bestätigen, abgesehen vielleicht von der handvoll durch und durch sanftmütigen Geister, die gelegentlich (wenn auch selten) auf dem Platz anzutreffen sind. Allerdings, so vermute ich zumindest, ist die Gleichgültigkeit gegenüber schlechten Schlägen eher Resignation als einer starken Psyche geschuldet.

Also schöne Grüße an alle Tiltboxen.

solidsocket

Dortmunder GC, GC Bergisch Land und Herrentag

Hi,

mal wieder ein Update von mir.

Ich befinde mich echt in einem Formtief wenn man das so nennen kann als Anfänger. Mein Schwung war noch vor 1-2 Monaten relativ konstant, inzwischen weiß ich garnicht mehr was ich mache und habe große Probleme mit Hooks und treffe den Ball einfach nicht mehr gut. Das geht auch einher mit verstärkten Rückenprobleme, ich weiß allerdings noch nicht was da Ursache und Wirkung ist. Habe mit McMulligan eine Prostunde genommen, ich hooke jetzt zwar weniger, aber soviel hats insg. nicht gebracht.

Ich hab in den letzten Wochen endlich mal die Plätze in meiner Umgebung antesten können, die einen erst ab Hcp 36 spielen lassen. Ich hab viel gutes gehört vom Dortmunder GC und vom Heimatclub von Martin Kaymer, dem GC Bergisch Land. Beides alteingesessene Clubs mit hoher Greenfee und entsprechenden Plätzen.

Ich muss sagen, dass beide Plätze definitiv ihr Geld wert sind. Kurzer Bericht:

Dortmunder GC

Neben Alcaidesa in Andalusien der schönste Platz den ich je gespielt habe. Ganz toll gelegen mitten im Wald mit weitem Blick bis zur Hohensyburg, alter Baumbestand und ein super Pflegezustand.  Sehr abwechslungsreiche Bahnen.. AmAbschlag wurde ich von einer Familie gefragt ob ich zusammen mit ihnen gehen will, das habe ich dann auch 9 Loch lang getan. Mein Spiel war sehr durchwachsen, ein paar gute Drives und sehr mieses short game. Insgesamt hab ich gepuffert, mein Hcp aber nicht ganz gespielt. Hier werd ich noch öfter mal hingehen, der ist seine 35-40€ (studentenrate) wirklich wert.

Kurzer Einblick: Loch 9. Driver 240m berghoch gerade aufs Fairway, super. Einer der besten Schläge des Tages. 2. Schlag Holz 5, kurioserweise sogar das getroffen, schnurgerade vor das Grün, noch ca. 30m bleiben mir für den letzten Schlag. Das ist eine typische Situation in die ich oft komme und wo ich regelmäßig völlig versage. Was eigentlich ein easy Par (mindestens) sein müsste, wird mit großer Sicherheit ein Doppelbogey. In diesem Fall treffe ich meinen pitch (Gap-Wedge) viel zu fett- Ball fliegt nur 15m. den 2. Pitch socketiere ich leicht, flieg an den rechten Grünrand- ein tougher Two-Putt für Bogey. Der erste Putt ist grauenhaft- viel zu weit. Aber den weiten Rückputt hab ich mal reingemacht und noch Bogey gerettet. Diesmal also ein versöhnliches Ende. Aber ich muss da echt mal mein Mindset improven.

GC Bergisch Land

Hier kommt man richtig billig weg wenn man ab 17 uhr spielt (20€/studenten), das ist wirklich geschenkt für den Platz (sonst 80€). Nach CR und Slope zu urteilen (72,8 / 139) ist der Platz ein absolutes Monster, das konnt ich aber nicht bestätigen. Konnte man gut spielen. Es findet sich viele tolle und interessante Löcher, teilweise mit großem Höhenunterschied. Der Pflegezustand ist auf Top Niveau, schnelle Grüns.. nichts zu bemängeln. Ich hab mein Hcp wieder knapp nicht gespielt, war sehr durchwachsen was ich da wieder zusammengespielt habe. Werd ich aber gerne nochmal fürne „Feierabend-runde“ hingehen.

2 Turniere hab ich noch in Gevelsberg gespielt. Das erste war ganz komisch. Nach 3 Löchern hatte ich 8 SFP, am 4. hab ich meinen guten Drive nicht wiedergefunden (Strich) und ab dann gings steil bergab. Nur noch Super-Schläge oder völliger Mist im Verhältnis 1:10.  Ab Loch 10 hab ich resigniert und nur noch aus Spaß gespielt, hab jedes Par 5 in 2 versucht zu attackieren, an jedem Loch den Driver geschlagen etc. War noch nett, aber 21 SFP insgesamt sind schon grauenhaft.

Beim nächsten Turnier hab ich dann ziemlich solide gespielt, auf der ganzen Runde nur 1Triplebogey und 1 Strich! 42 SFP geholt, 2. Platz Netto und neues Hcp 30,4. Cool 🙂

Jetzt wird die Luft aber dünn, ich hab in Gevelsberg auf einem Loch jetzt nur noch 1 Schlag vor :/

Nächste kurzfristige Ziele:

– Wieder zu einem konstanten Eisenschlag / Schwung kommen

– Hcp unter 30

mittelfristiges Ziel nach wie vor:

– Hcp 20. Das wird aber noch ein langer weg.

CU

solidsocket