Equipment Test: Leupold GX 1 – Rangefinder Review

Hallo an Alle Leser/innen!

Wer hat sich im Laufe seiner Golfrunden vor einem Schlag ins Grün nicht schon mal gefragt: „Sag mal… wie weit ist es eigentlich bis zur Fahne?? Hmmm ich glaube so circa…! Was? Nie im Leben!“ So eine ungefähre Antwort kann leider schnell einen Schlagverlust bedeuten oder vielleicht sogar einen Turniersieg kosten… 
Schon vor ungefähr einem Jahr hatte CaptainHook in unserem Blog den ersten Artikel zum Thema Rangefinder geschrieben und sich dabei unter anderem die verschiedenen Preisklassen der unterschiedlichen Markenherstellern etwas genauer angesehen. Ob Nikon, Bushnell oder Leupold – es gibt einige Firmen die in diesem Bereich sich seit Jahren etabliert haben oder versuchen Fuß zu fassen.
Ich habe schon längere Zeit mit dem Gedanken gespielt mit auch einen legalen, turnierfähigen Rangefinder ohne Slopeberechnung etc. zu kaufen. Bisher haben mich einfach die hohen Preise abgeschreckt. Gerade die Rangefinder bei den Markenführern Bushnell und Leupold kosten je nach Ausführung und Modell circa 200 – 500 Euro. Als vorläufige „Alternative“ habe ich seit dem letzten Jahr mit einer IPhone App „Golfshot“ einige meiner Runden gespielt, um meine Fähigkeit der Distanzeinschätzung zu überprüfen. dabei musste ich feststellen, dass ich bei den weiteren Distanzen zur Fahne in der Regel ganz akzeptabel schätzen konnte, aber ab 100 Meter zur Fahne lag ist oft daneben. Ob 65 Meter oder 87 Meter zum Pin macht dann irgendwann doch den kleinen Unterschied in der Wahl des richtigen Schlägers bzw. der Schlagausführung. Zwar funktioniert die Golfshot-App.  hervorragend und ich kann sie wirklich jedem empfehlen, aber leider ist diese nicht in einem Turnier zugelassen.
Schlussendlich habe ich mir doch entschieden in einen Laser-Rangefinder der Firma Leupold zu investieren. Bisher bin ich mit meiner Wahl sehr zufrieden, was sich auch in meinem folgenden Kurztest widerspiegelt:

Leupold GX 1 – Rangefinder Review
Der Leupold GX 1 ist der „kleine Bruder“ des GX 3 und wird mit einer kleinen Tragetasche, welche problemlos am Golfbag per Clip-/ Klickverschluss angebracht werden kann, sowie einer Handschlaufe geliefert. Das Gerät wiegt gerade einmal mit Batterie nur knapp 180 g und stellt damit ein wirkliches Leichtgewicht unter den Rangefindern dar. Die spezielle PinHunter(R) Laser-Technologie, der Scan-Modus und der Fog/Schlechtwetter-Modus sind nur die wichtigen technischen Details über die das Gerät verfügt. Ich möchte an dieser Stelle nicht die kompletten technischen Daten erläutern und verweise dazu freundlich auf die Herstellerangaben auf der Homepage von
Leupold. Der GX 1 verfügt gegenüber dem GX 2 KEINEN Slope Modus und ist daher in nahezu allen Turnieren offiziell zugelassen. Somit viel mir die Entscheidung recht einfach, welches Modell das richtige für mich ist. Der GX 3 ist von der Verarbeitung noch etwas besser, aber auch deutlich teurer als sein „kleiner Bruder“. 

„First Steps mit dem GX 1“
Nachdem ich mir die wirklich kurze Bedienungsanleitung durchgelesen hatte und alle persönlichen Einstellungen über die Mode-Taste am Gerät vorgenommen hatte ging es direkt zur Driving-Range um des GX 1 zu testen. Besonders gut hat mir bei den Einstellungen gefallen, dass man sechs verschiedene Fadenkreuze wählen kann, mit denen man dann im LCD Display die Ziele anvisieren kann. 
Eigentlich funktioniert der GX1 in der Bedienung ganz kinderleicht. Fahne, Baum, oder sonstiges Ziel anvisieren, einmal den Button drücken und die Entfernung bis zu einem Meter genau in der LCD-Anzeige ablesen. Das klappt auch wirklich gut, denn dank der 6-fach Vergrößerung kommt das Ziel so nah, dass das anvisieren kein Problem darstellt. Schnell waren die ersten Ziele auf der Range ausgemessen und nun kam der Test auf dem Platz. Um eine Fahne anvisieren zu können, braucht man eine sog. „Line of Sight“. Diese bekommt man in der Regel sehr schnell in wenigen Schritten und kann dann die Entfernung zur Fahne auf direktem Weg messen. Mit dem GX 1 fiel es nicht schwer einen genauen Wert zu ermitteln. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei breit, ob Wasserhindernis, Bunker, Ermittlung der Drivelänge… quasi alles ist möglich.
Leider konnte ich den Fog-/ Schlechtwettermodus bisher noch nicht nutzen und testen. Sobald der nächste Regentag kommt und darauf muss man bekanntlich in Deutschland nicht lange warten, werde ich mich wieder zumindestens auf die Range stellen dies testen.

Bisher kann ich nur sehr gutes über den Leupold GX 1 berichten. Die Verarbeitung des Geräts ist sehr gut, die verbaute Optik noch besser und das Gerät liegt prima in der Hand. Ich bin mit meinem Kauf sehr zufrieden und freue mich endlich mir die „quälenden Fragen“ auf dem Platz demnächst selbst beantworten zu können… „Sag mal… wie weit ist es eigentlich bis zur Fahne??“
Und für alle, die ein hohes HCP spielen und sich denken, warum brauche ich so ein Gerät, wenn meine Bälle eh nur kreuz und Quer fliegen, dem möchte ich zu diesem Thema ein schönes Video vom Golf-Pro O.Heuler ans Herz legen.

Viele Grüße McMulligan

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10 Kommentare zu “Equipment Test: Leupold GX 1 – Rangefinder Review”

    1. Ich finde auch: um das Spiel nicht zu „verzögern“ sollte man künftig nur noch Spieler zulassen, die – wie anscheinend golf guerrero – im Dauerlauf von Schlag zu Schlag hetzen, dabei noch 50 SMS absetzen und eine Runde in max. 90 min. absolvieren können. Das sorgt für Platz auf ansonsten überfüllten Kursen.

  1. Hallo golf guerrero!
    Vielen Dank für deinen kritischen Kommentar. Sicherlich hast du Recht, dass die Messung zur Fahne (der gesamte Ablauf) circa 10 Sekunden Zeit in Anspruch nimmt, aber wie du vielleicht aus eigener Erfahrung kennst, kosten viele andere unnötige Handlungen von einem selbst oder die der Mitspieler weitaus mehr Zeit. Hier sollte man ggf. zuerst sich drüber im Klaren sein. Ob der anschließende Schlag gut oder schlecht wird, liegt ganz an den spielerischen Fähigkeiten des Spielers (-in), welcher/-e den Schlag ausführt.
    Pauschal kann ich daher deine Meinung nicht teilen. Viele Grüße!

  2. Die Entfernung misst man im optimalen Fall bereits, während Flightpartner gerade schlagen wollen/geschlagen haben.
    Ergo verlangsamt dies nicht das Spiel, sondern beschleunigt eben dieses: man weiß sofort, welchen Schläger man nehmen sollte und bleibt (sofern man richtig trifft) weder zu kurz noch zu lang und spart so Schläge (und in Folge dessen auch Zeit).
    Ob man solch ein Teil braucht, ist wohl jdem selber überlassen. Dein Kommentar (GolfG.) ist jedenfalls ziemlich unqualifiziert.

  3. trotzdem quatsch. gehört doch zum spiel dazu, dass man die entfernung abschätzt! wo gibt´s denn sowas mit messgeräten? fussballer messen doch auch nicht die freistossdistanz….uns sonst fällt mir da auch wenig ein!

  4. Da scheint es wohl wirklich zwei sehr gegensätzliche Meinungslager zu geben, aber wenn du so weit gehst mit deiner Aussage, dann sind auch jegliche „Hilfen“ auf dem Golfplatz z.B. Entfernungsmarkierungen etc. oder andere Ausrüstungsgegenstände wie Elektrotrolleys totaler Quatsch und gehören nicht in den Golfsport. Diese gehören auch nicht dem ursprünglichen Golfspiel an, aber der Golfsport verändert sich, so wie sich das gesamte Material verändert, welches im Golfsport zur Verfügung steht und welches man als Golfer zur „Hilfe“ nehmen darf. Dann müssten wir alle mit Schlägern aus Holzköpfen rumlaufen, denn deine Schläger weisen sicherlich auch einen „spielerleichternde“ Eigenschaften (MOI Köpfe) auf. Totaler Golf-Purist oder nicht? 😉 Das ist hier die Frage!

  5. Also ich finde das gute Stück nicht überflüssig und die paar Sekunden sollte man Zeit haben! Ob man das bei jedem Schlag machen muss, das stelle ich mal hier in Frage. Gerade da wo man öfter spielt, sollte man eher mal an seinem Gefühl arbeiten und die Länge einschätzen ohne das man Hilfsmittel benötigt! Ich habe sowas nicht, weil ich mich auf das Spiel und die Umgebung konzentrieren möchte!

    1. Ich kann die Golf-Puristen-Idee sehr gut nachvollziehen. Es ist bestimmt interessant, so zu spielen, wie es Menschen vor beispielsweise 100 Jahren getan haben. Also keine E-Trolleys, Graphitschäfte, andere Bälle, etc.
      Aber nicht nur das Equipment hat sich im Laufe der Zeit verändert. Wenn heutzutage Plätze designt werden, werden alle technischen Neuerungen natürlich auch mit bedacht: sprich Plätze werden länger.
      Trotzdem besitze ich auch Driver mit Holzköpfen und habe die auch zumindest schon auf der Range getestet – aber meine „normalen“ Schläger will ich dennoch nicht missen müssen.

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