Die Säulen für gesundes und gutes Golf

Am  Ehrgeiz der meisten Spieler mangelt es im Golf sicher nicht.Viele Aktive verbringen unzählige Stunden auf der Driving Range, auf dem Platz und beim Pro um ihr Spiel zu verbessern. Trotzdem stagnieren häufig die Leistungen nach einer gewissen Zeit. Was tun wenn man an diesem Punkt angelangt ist? Technik umstellen oder ist gar das Material schuld?

Meines Erachtens erhalten die Grundpfeiler für erfolgreiches und angenehmes Spiel wenig bis gar keine Beachtung. Für gutes Golf bedarf es mehr als teure Schläger und Übungseinheiten auf der Range. Alle die dauerhaft gutes und beschwerdefreies Golf spielen möchten sollten folgende Aspekte im Auge behalten:

1. Mobilität: Beweglichkeit für optimale Schwungwinkel

Um in jeder Situation den perfekten Schwung abzurufen, bedarf es einer gewissen Beweglichkeit. Die meisten von uns sind in ihrer Mobilität allerdings (deutlich) eingeschränkt – häufig ohne dieses überhaupt zu wissen bzw. zu spüren. Muskeldehntests können hier Klarheit bringen und ein individuelles Dehnprogramm kann schon in kurzer Zeit Besserung bringen.

2. Stabilität: Für einen gleichbleibenden Schwung

Beim Golfen herrschen große Kräfte auf den Körper. Um diesen Kräften Herr zu werden benötigen wir eine gute Körperstabilität. Da beim einem Golfschwung der gesamte Körper involviert ist, gilt es herauszufinden, wo der persönliche Bedarf gegeben ist. Ein allgemeines Stabilitätstraining gibt es so leider nicht. Ein Fachmann sollte den aktuellen Stand in Augenschein nehmen und individuell ein Übungsprogramm zusammen stellen. Fachmänner können speziell geschulte Pros oder Physiotherapeuten sein.

3. Gleichgewicht und Körpergefühl: Für eine solide Basis

Meiner Meinung nach nicht nur (fast) die wichtigste Säule für gutes Golf, sondern wahrscheinlich auch die am meisten vernachlässigte. Ob einbeinig, auf labilem Untergrund oder mit geschlossenen Augen, es gibt diverse Möglichkeiten an seinen Fähigkeiten zu arbeiten. Das schöne ist, dass man schon innerhalb kurzer Zeit Erfolge spürt.

4. Kraft: Zur Verletzungsprophylaxe und lange Schläge

Unabdingbar für den Golfer ist eine gewisse Kraft. Natürlich kann und will man durch diese seine Range erhöhen, allerdings sollte man auch nicht ausser Acht lassen, das eine leistungsfähige Muskulatur auch vor Verletzungen und Überbelastungen schützt. Ob bekannte Schwachstelle oder allgemeine Prophylaxe, Krafttraining für bestimmte Muskelgruppen macht Sinn, wobei auch hier die persönliche Ausgangslage die Übungen vorgeben sollte. Allgemeine Übunsprogramme, wie es sie auf verschiedenen Internet Seiten oder auch in Zeitschriften zu lesen gibt, sind selten falsch, aber leider auch nicht auf die speziellen Gegebenheiten des einzelnen abgestimmt.

5. Ausdauer: Gegen Leistungsverlust auf der Runde

Eine gewisse Grundausdauer sollte für Golfer selbstverständlich sein. Da eine Runde bekanntlich mehrere Stunden dauert, sollte der Körper auch auf diese Belastung vorbereitet sein. Ist er das nämlich nicht, wird die Leistungsfähigkeit auf der Runde stetig abnehmen. Regelmäßiges (mindestens 2 mal in der Woche für mindestens 30 – 60 Minuten) Ausdauertraining sollte Pflicht sein für den ambitionierten Spieler. Ob Radfahren, Joggen, Walking oder Schwimmen, die Art des Trainings spielt weniger eine Rolle als die Kontinuität.

Sind alle Säulen gut trainiert, wird man nicht nur schmerzfrei und gesünder Golf spielen können, sondern auch erfolgreicher. Bei keinem Pro auf der Tour, wird auch nur eine dieser Säulen auf dem Trainingsplan fehlen. Wer jetzt denkt, das ein solches Übunsprogramm sehr aufwendig sein muss, sei beruhigt. Meistens tun es schon 20-30 Minuten alle 1-2 Tage um deutliche Fortschritte zu erzielen. Leider mangelt es noch immer an fachkundigen Leuten, die ein qualifiziertes Programm auf die individuellen Anforderungen eines jeden zusammenstellen können. Aber zunehmend mehr Clubs arbeiten mit speziell geschulten Physiotherapeuten zusammen, um ihren Mitgliedern diesen Service anbieten zu können.

Viel Spaß beim Training. Nutzt das Schmuddelwetter um euch fit zu machen für die neue Saison!

Nice Slice

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3 Kommentare zu “Die Säulen für gesundes und gutes Golf”

  1. Ein wie ich finde sehr guter Beitrag. Leider investieren die meisten Leute die ich kenne lieber viel Geld in neues Material, als sich auf die von Dir erwähnten Basisfertigkeiten zu konzentrieren.
    Ein Beweglichkeitstraining (mal bei Youtube nach Sadlowski Training googlen <-Longhit Champion),und genügend Stabilität der Körpermitte (Kraft+ Kraftausdauertraining) bedeuten bestimmt 10m mehr pro Drive!
    Ich versuche auch gerade jetzt in den kalten Tagen etwas (mehr) für meine Fitness zu tun, da das Wetter leider keine Golfrunden zulässt.

  2. Hallo Zusammen.
    Der Beitrag spricht mir aus der Seele. Ich bin Physiotherapeut und Golf Performance Coach (www.gp-coach.de) und bin seit 3 Jahren dabei das oben beschriebene Thema an die Clubs bzw. an den Golfer zu bringen. Ich komme aus Unna das ist 10 km von Dortmund entfernt.
    Wer in diesem Bereich etwas tut kann aus meiner Erfahrung sein Golfspiel nachhaltig verbessern. Finde es toll das es anscheinend doch Golfer gibt die im Hobbybereich verstehen das man mit diesem Thema im Golf viel erreichen kann. Das unterstützt meine Vision diesen Bereich weiter voran zu treiben.
    Wünsche bis dahin allen ein schönes Spiel!
    Christian

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