Jahresrückblick Golf 2011: Zahlen, Daten und Emotionen…

Jahresrückblick 2011: „Zahlen, Daten und Emotionen und die nackte Wahrheit“
Das Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu und damit auch eine lange Golfsaison mit vielen Höhen aber – wie es sich auch gehört – auch ein paar Tiefen. Niemand hat gesagt, der Golfsport wäre leicht… zumindestens niemand der schon mal einen Schläger in der Hand hatte und versucht hat, damit den Ball sauber zu treffen. Mein diesjähriger Rückblick wird neben emotionalen Momenten, der richtigen mentalen Einstellung oder zahlreichen den  Handicap-Verbesserungen auch ein Rückblick in Zahlen – „Schwarz auf Weiss“! Die nackete Golfwahrheit…, jetzt auf BirdieBusters!

Zu Beginn dieser Golfsaison berichtete ich über das Golfbuch „Der Ultimative Weg zu Besserem Golf“ von Mark Mattheis. Einer der wichtigsten Aussagen, welche auch Oliver Heuler in seinem Buch „Jenseits des Scores“ unterstützt, ist die Tatsache volle Verantwortung für die eigenen Spielergebnisse zu übernehmen – und zwar ausnahmslos! Ich habe vor der Saison 2011 angefangen mich intensiv mit meinem Spiel, sowohl technisch als auch mental, zu beschäftigen und einiges an zusätzlicher Zeit investiert, um neben meinen Mindset auch alle anderen Bereiche meines Spiels zu analysieren. Um wirklich Verantwortung für meine Ergebnisse zu übernehmen, habe ich mir im Frühjahr eine Tracking-Software (Shotzoom: „Golfshot“ + „Golfplan“) für mein iPhone 4 gekauft und zeichne seitdem alle meine Golfrunden auf. Ab sofort habe ich dadurch nun die Möglichkeit, den  „nackten Wahrheiten & Tatsachen“ eiskalt ins Auge zu sehen!
Ob „Greens in Regulation“, gespielte Birdies, Bogeys, Eagles (Yeaaahh… ein Eagle in dieser Saison! ;-)) getroffene Fairways, „Monster-Slices“, „Power-Hooks“ oder „Sand-Saves“… einfach alles was irgendwie über „Golfshot“ (Copyright: Shotzoom) messbar/ erfassbar war, ist in meine Golfstatistik 2011 eingeflossen.
Die dafür investierte  Zeit und Mühen haben sich gelohnt! Ich freue mich allen Lesern einen kleinen Einblick in meine ereignisreiche Saison geben zu können und möchte zugleich jeden (Amateur-) Golfer ermutigen, sich auch der „nackten Wahrheit & Tatsachen“ des eigenen Golfspiels zu stellen, egal wie grausig oder brillant sie sich darstellen werden.

Mentales Golfspiel – „Der Kopf denkt – der Schläger versenkt“
Dieses etwas von mir abgewandelte Zitat aus dem Fußball beschreibt eigentlich ganz gut, in welcher guten mentalen Verfassung ich in diesem Jahr über lange Zeit in Bezug auf mein Handicap Golf gespielt habe. Das mentale Spiel lässt sich als einer der wenigen Bereiche schwer in Zahlen ausdrücken, aber bei insgesamt 17 vorgabenwirksame Turniere gespielt, konnte ich acht „Unterspielungen“ verzeichnen konnte. Von Turnier zu Turnier konnte ich mein Handicap „Step by Step“ reduzieren. Zu Beginn der Saison dachte ich viel noch in „Stableford-Punkten“, dies wandelte sich im während der Saison 2011 komplett, sodass ich mich nur noch auf dem absoluten Score in Zahlen konzentriere. Von April bis September war mein Mindset in Bezug auf mein Golfspiel endlich dort, wo ich es mir schon letztes Jahr gewünscht hatte. Deutlich strategischer, deutlich solider und auch insgesamt deutlich entspannter & gelassener bin ich über den Golfplatz gelaufen und meinen Score im Schnitt um knapp 20 Schläge reduziert. Sicherlich lässt sich nicht alles dem verbesserten Mindset zusprechen, aber den absoluten Grundstein habe ich damit gelegt. Es ist noch viel Luft nach oben, was die mentale Stärke angeht. So kleine mentale Ausreißer kosten mich immer noch zuviel Schläge, aber ich werde auch im Jahr 2012 weiter daran arbeiten. Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, dass ich für meine die weitere Entwicklung, egal in welchen Handicap-Bereich ich kommen werde, die mentale Stabilität brauche, um einfach gutes Golf spielen zu können.

Scoring, scoring, scoring – „Up and Downs for Eagle & DoubleBogeys“
Kommen wir endlich zu den harten Fakten, Daten und Wahrheiten meiner Saison 2011. Wie schon oben erwähnt, habe ich mir die Mühe gemacht nahezu alle meiner Runden – ob gut oder schlecht – in der „Golfshot„-Software einzugeben. Über die Analysefunktion von „Golfshot“ und der Addon-Applikation „Golfplan“ (with Paul Anzinger) kann ich nun relativ genau sagen, wie sich im Laufe der Saison von HCP 33,5 auf zwischenzeitlich 19,7 und aktuell 19,9 (letztes Turnier September 2011) entwickelt hat. Leider habe ich zum Ende der Saison etwas hochgespielt, da mir einfach die Luft zum konstanten oder besseren Score etwas ausging. Im November war das kleine „Formtief“ dann endlich überwunden und in privaten Runden konnte ich nochmal unter anspruchsvollen Platzverhältnissen ein paar gute Scores um hinlegen, trotzdem ich nahezu meinen kompletten Schwung seit Mitte September in eine neue Richtung umstelle. Viele unter den Lesern wissen sicherlich, dass ein HCP nicht immer alles über die aktuellen Spielfähigkeiten aussagt, aber sehen wir dem heutigen Stand der Dinge mal ins Auge. Wer sich weiter in seinem Spiel entwickeln möchte, kommt um eine gezielte Analyse der Runde nicht herum, auch nicht als Amateur-Golfer.

In der oberen Statistik habe ich alle „getrackten“ Runden aus 2011 analysiert, sprich meine Ergebnisse von HCP 33,5 bis 19,7, sodass sich über die gesamte Saison verfolgen konnte, wie sich mein Spiel in Bezug auf das HCP-Durchschnitt entwickelt. Hieraus lässt sich einfach ableiten, auf welche Bereiche ich mich in der Trainingsvorbereitung für die Saison 2012 fokussieren sollte. Das kurze Spiel aus dem Bunker ist nach wie vor eine größere Schwäche, da mir einfach nicht genug „Sand-Saves“ gelingen. Hier werde ich mich deutlich verbessern müssen, um solidere Runden zu spielen. Wenn ich die letzten 10 Runden analysiere, hat sich meine Driving- und GIR-Statistik deutlich verbessert, sodass ich nun knapp unter meinem HCP-Bereich liege, was die guten Scores Anfang November 2011 auch zeigten. Durch die schlechteren Platzverhältnisse und mieses Mindset in den letzten Wochen hat sich leider meine Shortgame- inklusive Putting-Statistik etwas verschlechtert, aber sobald die Plätze in der neuen Saison wieder in „good shape“ sind und der Kopf wieder frei ist, hoffe ich sehr, diese Bereiche mit zusätzlichem Training wieder pushen zu können.
Eine starke Phase hatte ich im von Ende Juni bis Anfang September. Gute Scores durch ein ausgewogenes Mindset mit viel Selbstvertauen machten es mir einfach mich stetig zu verbessern. Natürlich hätte ich aus aktueller Sicht ein paar Dinge im Bereich des Trainings anderes trainiert und den ein oder anderen Fehler auf der Runde vermeiden können, aber aus Fehlern lernt man bekanntlich am Besten (und teilweise am „schmerzvollsten“…). Als die Clubmeisterschaften dann endlich auf dem Turnierplan standen, war mein mentales Spiel und mein Schwung total aus der Spur geraten, dass ich tatsächlich die schlechtesten Runden in dieser Saison spielte. Ich könnte versuchen diverse Ausreden für meinen Totalausfall zu finden, aber unter dem Strich war ich einfach noch nicht „reif“ und auf den Punkt fit genug, um in meiner HCP-Klasse „abzuräumen“. Also warten ich auf die nächsten Clubmeisterschaften 2012, um dann vielleicht dieses Mal angreifen zu können.

Insgesamt habe ich eine gute, sehr solide Saison 2011 gespielt in der sich alles in die richtige Richtung entwickelt hat. Meine Trainingsmotivation ist nach wie vor groß und mein Trainingsplan und Schwungvorstellungen besser denn je. Man sollte natürlich nicht den Fehler machen die Ziele für 2012 zu hoch zu stecken, aber über die Feiertage bis zum neuen Jahr werde ich mich in Ruhe hinsetzen und meinen Plan für 2012 aufstellen… Meinen Plan werde ich, so wie im letzten Jahr, hier im Blog veröffentlichen und freue mich auch jetzt schon wieder auf den kommenden „Golf-Kompass-Test“ (von Mark Mattheis) im Frühjahr 2012.

Ich wünsche allen Lesern eine gute Vorbereitungszeit für die Saison 2012 oder eine schöne Winterpause!

Grüße,
McMulligan

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