Es ist vollbracht!

Seit Sonntag bin also Besitzer der sogenannten Platzreife. Und was hat sich verändert? Nichts!

Unabhängig vom Schein fühle ich mich nach wie vor nicht in der Lage nun auf einen echten Golfplatz zu gehen und da fröhlich vor mich hin zu spielen. Zu schlecht sind viele meiner Schläge und zu unkonstant ist mein Spiel.

Aber der Reihe nach: am letzten Samstag habe ich mit meiner Freundin noch mal fleißig auf dem Kurzplatz in Gelstern gespielt und am Sonntag dann ein paar Stunden vor der eigentlichen Prüfung das Übungsgelände betreten. Putt, Chip, Pitch und Eisen 7 im Vollschwung und wir waren gerüstet. Denkste!

Ich spielte mit ihr in einem angenehmen Zweierflight, die Aufregung war dennoch am Anfang enorm. Erstaunlicherweise klappten endlich mal meine Abschläge und auch die meisten langen Schläge hin zum grün (positiv da ich dieses in den letzten Wochen vermehrt trainierte), dann jedoch war ich von mir selbst überrascht. Bislang war das Shortgame für einen Anfänger sehr gut, jedoch am Sonntag schien alles vergessen. Pitch in Bunker, mehrere Putts anstatt wie üblich zwei usw. So wurde an nem par4 aus dem dritten Schlag direkt am grün noch eine 7 usw.

Es hat so zwar zur Platzreife gereicht, dennoch war ich sehr unzufrieden. An einem (gestrichenen) Loch hab ich zwischen Schlag 2 und 5 ca. 10 Meter gewonnen, mitten vom Fairway. Am letzten Loch schlage ich das Eisen 7 mit dem zweiten Schlag so weit wie ich es noch nie geschlagen habe, ein perfekter Ball für meine Möglichkeiten.

Ich verstehe diese unterschiedlichen Schläge nicht von einem zum nächsten Loch. Es geht sogar soweit dass ich bei manchen Schlägen mich beim schwingen kurz frage wie der Schwung eigentlich geht, so als würde ich zum ersten mal schlagen, und dann geht es natürlich in die Hose.

Bei anderen Schlägen frage ich mich warum sie so gut waren, obwohl ich gar nicht mehr weiß wie ich eigentlich geschwungen habe. Ich weiß nicht ob das allen Anfängern so geht, mich nervt es nur etwas…

Wie es jetzt weiter geht, weiß ich noch nicht genau. Über den Winter wohl eher ab und an auf die Range oder auch mal eine Trainerstunde und ab Frühling dann vermehrt Kurzplätze und Training. Einem Club werde ich erst mal nichts beitreten und auch VCG kommt 2012 wohl noch nicht in frage. Das vielleicht ab 2013… Bevor ich nicht das Gefühl habe spielen zu können ist das ja auch alles nicht lohnenswert, finde ich.  Ich weiß noch nicht mal wann ich ein längeres Eisen als das 7er nehmen kann, wenn es damit noch nicht mal richtig klappt. Zu viele Fehlschläge wo der Ball nur paar Meter kullert oder nur 50 Meter fliegt. Dann wieder 5 hintereinander wo er 100 Meter macht…

Ich freue mich über Kommentare, vielleicht ging es dem einen oder anderen ja ähnlich in der Anfangszeit.

Meine Freundin hat übrigens auch bestanden, die macht sich auch nicht so einen großen Kopf wie ich 🙂

Advertisements

6 Kommentare zu “Es ist vollbracht!”

  1. Glückwunsch zur bestandenen Platzreife – die erste Hürde ist ja damit genommen 😉 Mir ging es nach meiner Platzreife so ähnlich wie dir: Irgendwie bin ich immer über den Platz gekommen, aber mein Spiel und meine Schläge waren alles andere als konstant.
    Hin und wieder war ein gefühlter guter Schlag dabei, aber ich hatte nie das Gefühl das ich auch nur ansatzweise die Kontrolle hatte.

    Ein Stunde beim Pro hat dann Wunder gewirkt. Die Aussage war: Du machst vieles falsch, aber dein falscher Griff ist dein Hauptproblem. Er hat 10 min gebraucht um mir den Griff zu verinnerlichen, und seitdem geht vieles besser. Mit dem richtigen Griff kommt man auch automatisch an einen besseren Schwung heran. Ich spiele bestimmt immer noch nicht gut, aber mittlerweile sehe ich dass ich irgendwann auch mal gut spielen kann.

    Mein Tipp: Buch so schnell wie möglich einfach eine Stunde beim Pro. Der kann dir schnell sagen woran du arbeiten musst, und du kommst schneller zum Erfolg. Einfach vor dich hinzuspielen, so wie ich, ist dann auch nur verschenkte Zeit.

  2. Erstmal: herzlichen Glückwunsch.
    Dann: kommt mir alles sehr bekannt vor.
    Genauso wie ich vor der PR der Sprung von der Driving Range auf den Kurzplatz mir richtig Mühe gemacht hat, muss man dann auch das Spiel auf dem grossen Platz erstmal lernen.

    Dem einen fällt es einfacher, ich hatte (wie Du) da ziemlich viel Mühe.
    Reine Kopfsache. Mir hat nur eins geholfen: Viel Spielen. Und zwar da wo es problematisch ist, nämlich auf dem Platz.
    Das Phänomen dass auf der Range alles klappt und auf dem Platz nicht mehr kennen ja viele.

    Gab danach auch immer wieder Rückschritte:
    Das erste Mal mit Bekannten gespielt: Katastrophe.
    Das erste Mal im Vierflight: Katastrophe.
    Das erste Mal am Tee 1 mit 10 Leuten die zusehen: Katastrohpe.
    Das erste Tunier: …
    Mittlerweile ist das alles (im Rahmen meiner Möglichkeiten) in Ordnung.

    Also: spielen, das wird schon!

    Dass Du allerdings jetzt nicht noch eine Mitgliedschaft abschließen willst, leuchtet mir ein, im Schnee und auf Wintergrüns macht es nicht ganz so viel Spass.

    Viele Grüße,
    Witold

  3. gratz! Nun kann´s ja losgehen 🙂 dass du 2012 auf kurzplätzen bleibst halt ich für n Gerücht ! 😀

    Achja das mit dem Shortgame liegt evtl. am Adrenalin (verkrampfte Muskeln)
    Im Shortgame u need „dead hands“

  4. Das glaube ich allerdings auch! 😉 du wirst schneller auf „großen“/ langen Plätzen spielen wollen als dir recht ist und die D-Range bald wirklich nur noch als Trainingsbereich ansehen. Am Anfang ist das spielen, spielen, spielen einfach super wichtig. Das muss auch nicht mit der Weiterentwicklung des eigenen Schwungs im Konflikt stehen.
    „Hello VCG…“ oder „Hello Glofclub XYZ…“ wird sicherlich demnächst (2012) schon bei dir anstehen. Lass dir trotzdem Zeit für die Entscheidung. Also GoGo!

    VG Julian

  5. Hey,

    Glückwunsch!
    Zu den unerklärlichen Leistungsschwankungen: Das ging JEDEM so am Anfang! (Und bleibt bis zum Ende des Lebens). Guck dir mal meine ersten Blogeinträge vom Anfang meiner Karriere an, wo ich mich auch ratlos frage, wie das sein kann ;>
    Es geht doch bei dem Sport darum zu spielen und Spaß zu haben und den kann / sollte man auch haben, wenn man insgesamt (noch) schlecht bzw unkonstant spielt. Verbessern tut man sich schon, auch durchs Spielen selbst, also hol dir einfach irgendne billige Mitgliedschaft, geh auf den Platz, Grip it, and Rip it! 😀

  6. Also ich spiele auch erst seit Herbst und bin relativ häufig auf dem Golfplatz unterwegs. Aber erst jetzt mache ich kleine Schritte in Sachen Konstanz und Genauigkeit, die ich auch sehe. Gerade als Anfänger sollte man sich kleine Ziele setzten. Keine Schläge mehr ins Rough oder keine Streichergebnisse bei einer Runde. Denn nichts ist wichtiger als Erfolgserlebnisse – zumindestens geht es mir so! Trainerstunden und regelmäßigen Besuch der Driving Range geben mir auch die Sicherheit, die man bei jedem Schlag benötigt!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s