Die Platzreife naht

Hallo,

am Samstag gab es das zweite und letzte „let´s play“ und somit der letzte echte Test vor der eigentlichen Platzreifeprüfung am kommenden Sonntag.

Um es kurz zu machen: Es war eine Katastrophe, naja fast. Je nach Blickwinkel könnten man sagen, dass ich nach meinem ersten erfolgreichen Abschlag (immer Eisen 7 und dies maximal 100 Meter lang) nicht zu viele Schläge wie gefordert brauchte. So war es leider nicht ganz. Die Realität brachte an mehreren Löchern 2 oder 3 nötige Abschläge (durch Flug ins Wasser oder Aus) bzw. lag der Ball nicht selten noch vor dem Damenabschlag. Mit diesen Unnötigen Schlägen und den zusätzlichen Strafschlägen kann ich auf keinen Fall die geforderten 12 Stableford Punkte auf den besten 6 Löchern erreichen.

Zugegeben, ich hatte einen schlechten Tag und bin bei Abschlägen sowieso deutlich nervöser als auf dem Fairway oder auf der Range, dennoch darf sowas am Sonntag einfach nicht passieren.

Ursache für diese miesen Schläge sind einfach noch der unkontrollierte Schwung (siehe Videos) gepaart mit der zuvor angesprochenen Nervosität.

Heute – nach der letzten Theoriestunde – hat es dann irgendwie „klick“ gemacht. So wie ich mit vorher im Kopf einen einfacheren Schwung ausgemalt habe und ich es auch auf der Range bei anderen Golfern gesehen habe, hat es plötzlich auch bei mir selbst geklappt. Ich versuchte einfach mal nicht alles soweit es geht zu drehen und den Schläger möglichst weit nach hinten zu kommen, sondern die Arme gar nicht soweit nach oben/hinten sondern auf den Winkel achten, gestreckter linker Arm und dann mit etwas Druck zum Ball zurück. Plötzlich gelangen mir hintereinander Treffer die sich einfach gut anfühlten (Klang und Wiederstand) und vor allem auch „weit“ und vor allem gerade flogen. Mit weit meine ich 100+ Meter mit dem Eisen 7. Leider ist mein Schläger in meiner eigenen Videoanalyse noch zu steil nach oben und nicht wirklich parallel zur verlängerten Schlägerlinie bei der Ansprechposition, daran kann man ja aber arbeiten.

Ich hoffe, dass ich die heutigen konstanten Treffer mit dem etwas anderen Schwung nun mit ins Wochenende und zur Prüfung nehmen kann und so auch auf meine Punkte komme. Zum Trainieren komme ich leider nur jeweils am Wochenende, so dass ich nicht mehr wirklich viel üben kann.

Eine Frage beschäftigt mich noch zum Thema Schwung und Weite im Allgemeinen. Gestern beim „lets play“ kam noch ein 16-jähriger Schüler in unseren Flight der ebenfalls vor der PE-Prüfung steht und dieser schlug das Eisen 7 auf einem 200 Meter PAR3 10 meter vor die Fahne. Sowas verstehe ich nicht so ganz bzw. frage ich mich ob ich mit meiner Art zu schwingen jemals soweit komme oder ob es bei verschiedenen Personen einfach so gegeben ist und ich müsste dann quasi einen längeren Schläger nehmen und das Defizit so auszugleichen?

Nun zeige ich noch den Schwung von heute, falls jemand überhaupt eine Veränderung erkennen kann 🙂

Kommentare und Feedback natürlich sehr gern willkommen…

Bis dann!

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4 Kommentare zu “Die Platzreife naht”

  1. das packste schon. einfach einigermassen smart spielen. stay away from the hazards und gut putten. dann solltest du eig n paar double-/triplebogeys schaffen. mehr wird ja auch nicht erwartet. oder du spielst zwei mal par, dann biste auch durch 😉

  2. las dich nicht von so einem Jungspund nervös machen. Was ist, wenn der sein 7er Eisen zu einem 3er gebogen hat? Dann machst du dich völlig umsonst fertig.
    Was den Schwung angeht, da hilft nur spielen und die eigenen Fehler beobachten. Was noch Hilfreich ist (bei mir) Mach dir über den Schwung keine Gedanken – der ist da und muss nur trainiert werden. Las es einfach fließen.
    Du kannst zwischen drin auch ne Runde Crossgolf spielen und nur schwingen und spielen. Einfach ganz locker und du wirst sehen wenn du locker bist, fließt der Schwung von allein aus dir raus.

    Für die PE wünsche ich dir alles Gute, auch wenn ich das ganze PE gedöns für völlig überflüssig erachte.

    bis denne
    rebel

  3. Hey. Viel Glück! Das schaffst du schon, da kann man sich ja einiges Hacken erlauben und mit 100m Eisen 7 kommst du ja weit genug für den Platz.
    Was Länge angeht: Die Grenzen sind da recht stark durch Veranlagung gesteckt. Die Schnellkraft deiner Muskeln kannst du nicht signifikant steigern.
    Durch die richtige Technik kannst du natürlich aber noch viel rausholen. An folgenden Sachen könntest du ansetzen:
    1. Gutes Treffen und von innen an den Ball kommen
    Je näher am Sweetspot getroffen, desto weiter wird der Ball fliegen, das steigert sich durch mehr Übung daher schon noch von alleine.
    Außerdem kannst du einiges an Länge gewinnen, wenn du es schaffst von innen an den Ball zu kommen und einen Draw zu schlagen. Mit einem Fade oder Slice verlierst du zwangsweise.
    Dafür musst du aber aufwändig deinen gesamten Schwung umbauen, das dauert halt.
    2. Spätes Schlagen. Du musst einen Winkel zwischen Handgelenk und Schläger spät und weit aufbauen und dann direkt (und so spät wie möglich) wieder auflösen. Du löst ihn zur Zeit, wie fast jeder Anfänger, direkt zu Beginn des Abschwungs wieder auf.
    3. Power aus dem Körper: Sieht so aus als ob du Körperspannung aus dem Weg gehst- Im Aufschwung muss eine Spannung auf der Innenseite der rechten Oberschenkel entstehen und eine möglichst große Verwindung zwischen Hüfte und Oberkörper, die du dann im Abschwung entlädst. Es ist auch noch viel Potential für Power, wenn du es schaffst den Abschwung mit der Hüfte einzuleiten und diese deutlich früher Richtung Ziel drehst.

    Jetzt musst du die Sachen nur noch eins nach dem anderen umsetzen und dabei 10.000-20.000 Bälle schlagen, dann sollte der Ball schon halbwegs fliegen! 😀

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