Training: Erste Trainingseinheiten mit iPING

Vor ein paar Wochen habe ich einen ersten Artikel zur neuen iPing Applikation der Frima PING ® veröffentlicht. Mittlerweile trainiere ich immer mal wieder mit der iPing-App und konnte Dank des direkten Feedback einiges über meine Puttbewegung lernen. Ein paar meiner ersten Testergebnisse werde ich hier in diesem Trainingsartikel veröffentlichen.
Die anfänglichen „Ausrichtungsprobleme“ mit der iPING ® -Halterung konnte ich in der Zwischenzeit lösen. Um das iPHONE ® samt Halterung genau ausrichten zu können, habe ich mit einem kleinen Tape-Streifen eine Stelle am Putterschaft markiert. Dies garantiert mir, dass ich vor dem Putt-Training die Halterung immer nahezu exakt an derselben Stelle am Putter fixieren kann, um diese dann mit den Ausrichtungshilfen auf dem Kopf meines Putters in eine Linine zu bekommen.
Gesterm habe ich die iPING ® App. meinem Freund, der PGA Pro ist gezeigt und ihn das neue System von PING testen lassen. Sein Feedback gibt es auch hier in diesem Artikel…

Wie arbeitet die iPing Applikation?
Die Firma PING hat eine längere Entwicklungszeit in die App gesteckt und ihr Prinzip als „Motion-Sensing Technology“ bezeichnet. Wie schon im ersten Test beschrieben werden folgende Bereiche des Putts analysiert:

  • Impact Angle = In welchem Winkel trifft die Schlagfläche des Putter im Treffmoment auf den Ball. Hiezu wird der Eintreffwinkel in Grad gemessen.
  • Stroke Type/ Classification of stroke rotation = Mit wieviel Rotation wird der Putt im Vergleicht zur Ansprechposition durchgeführt. Auch hier wird die Rotation in Grad angegeben, aus der sich dann der Stroke Type (Straight, Slight Arc, Strong Arc) ergibt.
  • Tempo = beim Tempo misst die iPING App. die „backswing time“ und „forward sing time“ in Millisekunden. 800ms zu 400ms wäre also eine 2:1 Puttbewegeung im Tempo.

Erste Analysen 
Stroke Type: „Straight, Slight Arc oder Strong Arc“?
Die iPING ® App. hat gezeigt, dass ich beim Putten in einem „Strong Arc“ putte, sprich meine Ausholbewegung beim Putten in einem starken Bogen im Vergleich zur Ansprechposition verläuft. Übrigens hatte ich immer das Gefühl sehr gerade also „Straight“ zu putten und musste mich direkt eines besseren belehren lassen.
Die Bewegungsausführung beim Putten ist bekanntlich eine der wenigen Bewegungabläufe beim Golf, bei der es kein total „richtig“ oder total „falsch“ gibt. Dies heißt also im Zusammenhang, dass man als Golfer/in seinen eigenen Putt-Stil haben kann und trotz unterschiedlicher Ausführung der Bewegung einem wiederholbaren guten Putt spielen kann. In der DVDSecrets of the Short Gamevon Phil Mickelson (2009) wird die Theorie dazu hervorragend erklärt. Natürlich brauche ich kaum zu erwähnen, dass sich diese Aussage vorrangig auf Feinheiten wie z.B. die Lage des Balls beim Ansprechen, die Kopfneigung des Putters und die Geschwindigkeit bei der Durchführung etc. bezieht.
Kleine Anekdote: Der Spanier Miguel Angel Jimenèz hatte auf im vergangenen Jahr bei einem Turnier der European-Tour mit seinem Wedge geputtet, da ihm sein Putter Mitten auf der Runde „nicht mehr gefiel“ und er diesen direkt noch auf der Runde „entsorgte“.

Impact Angle: „Open, Closed, Square“?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten mit dem Schlagfläche des Putters  beim Impact an den Ball zu kommen. Ob diese dabei geöffnet, geschlossen oder sich in gerader Position zur gewünscht Ausrichtung (zum Ziel) durch den Ball bewegt, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig.

Zu Beginn habe ich scheinbar die Schlagfläche meines Putters  in Bezug zu meiner Ansprechposition beim Impact extrem geschlossen (sprich „closed„) gehalten (bis zu 4-6.0 Grad)  und dadurch den Ball immer wieder am Loch durch einen „Push“ vorbei geschoben. Seitdem ich den Putterkopf in der Ansprechposition schon durch eine Kippbewegung leicht „delofte“, treffe ich den Ball nur noch zu 3-1 Grad geschlossen. Sehr gute Putter haben nicht zwingend einen Eintreffwinkel des Putterkopfes von null Grad haben um hervorragend zu putten, sondern sie sind in diesem Bereich einfach extrem, extrem konstant.

Tempo: Backswing > Forward Swing?
In meiner Puttbewegung scheint sich ein 2,5 zu 1 Tempo langsam etabliert zu haben. Es fällt mir aber bislang schwer hier konstant wiederholbare Ergebnisse zu produzieren. Viele Pros bevorzugen ein 2,0 zu 1 Tempo doch ähnlich wie beim Impact Angle gilt: Jeder muss sein passendes Putt-Tempo finden und es ist kein Fehler von einem 2,0 zu 1 Tempo abzuweichen. Wichtig ist hier einfach die Konstanz.

Fazit:
In meinen bislang 47 Trainingsessions kam die App. häufig  zum Ergebnis, dass mein Stroke-Type und Impact etwas zu variabel sind. Hier werde ich vor allem in der kommenden Saison 2012 noch viel arbeiten müssen, um meine Putting-Skills zu verbessern. Meine beste Session hatte eine Consistency von 0,8 (je niedriger, desto besser). Mein aktuelle iPING ® Putting-HCP wurde mit -5,5 berechnet. Gerne würde ich irgendwann man in den Bereich um 0,0 – +1/+2 kommen.
Einer meiner Freunde ist selbst Golfpro und hat sich die iPING ® App. auch angesehen. Es hat ihm viel Spaß gemacht damit ein bisschen zu trainieren und will sich das System zur Analyse für seiner Golfstunden selbst zulegen. Also Daumen hoch!

McMulligan

Photo im Original:  Bild aus App. der Frima PING ®
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