Schwunggedanken…

Hi.

In letzter Zeit hatte ich versucht, durch extreme Gewichtsverlagerung von links nach rechts mehr Weite zu generieren. Das ganze klappte auf der Driving Range soweit ganz gut, sodass ich in der ganzen Maßnahme keine Probleme sah. Leider ist mir dabei nicht aufgefallen, dass mein ganzer Körper instabil im Rückschwung wurde (Schwanken von links nach rechts und zurück) und ich somit auf dem Platz und unter Druck kaum noch konstante Treffer erzielen konnte. So kam es auch dass ich in den letzten 2 Wochen so ziemlich das schlechteste Golf dieser Saison ablieferte 😉

Wenn man nicht ganz gerade trifft, ist das ja noch durch gutes Kurzspiel kompensierbar, aber wenn sowohl die Distanzkontrolle als auch Richtung nicht stimmen, dann macht es einfach keinen Spass… Und der Teufelskreis schließt sich: Man versucht zu kompensieren, holt noch weiter aus, wird dadurch instabiler und verliert Rhytmus und das richtige Tempo und bald geht gar nichts mehr.

Ich denke, solche Phasen hat jeder mal. Ich will hier auch nicht groß rumheulen, denn wer experimentiert muss auch mit Rückschlägen umgehen können. Das Timing war nur leider etwas unpassend, da ja am Wochenende Clubmeisterschaften stattfanden und ich schon nach 5 von  54 zu spielenden Löchern am liebsten nach Hause gefahren wäre 😦 Im Endeffekt war es aber doch ganz witzig und hat Spass gemacht, nur meine Flightpartner taten mir mitunter leid, mussten sie doch ständig beim Suchen helfen und sich meine Sockets, die den Ball im 90° Winkel ins Aus katapultierten mit ansehen. :|Alles in allem war es  eine sehr gelungene Veranstaltung!

Tempo und zu weites Ausholen war also schon immer ein großes Problem bei mir. Leider hatte ich bisher keinen Drill gefunden, um das zu beheben. Der Satz „Hol mal nicht soweit aus!“ ist halt leichter gesagt als getan: Wie realisiere ich einen korrekten Übergang zwischen Rück- und Durchschwung. Wie starte ich den Takeaway überhaupt? Welchen Schwunggedanken sollte ich dabei haben?

Aber es gibt ja zum Glück das Internet und der gute alte Onkel Ho0k glaubt nun den richtigen Drill gefunden zu haben, um sowohl den Körper zu stabilisieren als auch ein Gefühl für einen ausreichenden Takeaway zu bekommen, ohne es dabei zu übertreiben:

Ich habe das ganze gestern auf der Range getestet und war gut zufrieden / bin guter Hoffnung. Gefühlt kann man dabei sogar noch viel mehr durchziehen: Man befindet sich halt optimalerweise durchgehend in diesem sogenannten „hitting slot“ und es gibt viel weniger bewegliche Teile/Varianz. Der Köper kommt erst nach den Übergang von Takeaaway und Durchschwung ins Spiel. Denn weiter Ausholen ist nicht gleichbedeutend mit mehr Länge, obwohl man das unterbewusst immer wieder denkt. Die Tourplayer holen ja auch kaum aus…

Am 20.09. ist dann eine Prostunde gebucht, um das ganze abzusichern – leider ist im Moment alles voll. Ich glaube aber nun, mit diesem kleinen Drill und dem Gedanken beim Tempo nach einem ernüchternden Schritt in die falsche Richtung nun zwei Schritte vorwärts machen zu können. Ob sich das bewahrheitet, wird sich zeigen…

Gruß,

Cpt Ho0k

P.S.: Hier noch ein Video von Steve Stricker. So ungefähr stelle ich mir einen vernünftigen, kompakten Golfschwung vor:

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6 Kommentare zu “Schwunggedanken…”

  1. kann es sein, das du dir zu viele Gedanken über Technik, Schwung und allem Drumherum machst und dabei verlernt hast „deinen natürlichen Schwung“ zu spielen?
    Ich selber mache mir über den Schwung gar keine Gedanken, nur zum Ziel und wie ich da hin will – der Rest funktioniert meist ganz automatisch.

    bis denne
    rebelng und allem Drumherum machst und dabei verlernt hast „deinen natürlichen Schwung“ zu spielen?
    Ich selber mache mir über den Schwung gar keine Gedanken, nur zum Ziel und wie ich da hin will – der Rest funktioniert meist ganz automatisch.

    bis denne
    rebel

    1. Ja und Nein. Den ganzen Sommer über bin ich bei einem Schwung geblieben und hab auch nicht viel nachgedacht. Hat mich ja auf HCP 16,x gebracht. Aber jetzt sind fast alle Turniere vorbei und ich bin noch nicht ganz zufrieden, will mich weiter entwickeln. Quasi hab ich die Trainingsphase zu früh eingeläutet 🙂 Im Endeffekt will ich einen viel einfacheren, reproduzierbaren Schwung haben, der mich dann auch in den einstelligen HCP bereich bringt. Ich werde dem Golf sicherlich noch viele Jahre treu bleiben, daher sollen jetzt die Grundsteine gelegt werden…
      Was ich mit dem Blog Eintrag eigentlich sagen wollte ist, dass man auf der blinden Suche nach Weite auch ganz gut in Sackgassen geraten kann. Aber du hast Recht. Man darf sich nicht viele Gedanken machen. Maximal 1-2 Schwunggedanken! Ich finde es ganz ohne aber auch nicht gerade einfach. Dann fängt man nämlich an, während des Schwungs an Hindernisse auf dem Platz zu denken und kloppt den Ball dort hinein. Also für mich ist genau 1 Schwunggedanke perfekt^^

      1. so ähnlich habe ich es gemeint, jemehr man sich über Ebenen, Impact usw. gedanken macht – um so schlechter wird der Schwung weil man dann versucht zu viel zu kontrolieren ohne das man in den „Flow“ kommt. Ich denke das ist so ähnlich wie beim Tischtennis. Ich will den Ball da hin spielen, also tue ich es. So einfach sollte man seine Gedanken haben.

        bis denne
        rebel

  2. Das ist auch genau mein Thema zur Zeit. Seit jeher ist mein Rückschwung sehr weit und ich bewege meinen ganzen Körper horizontal. Im Aufschwung nach rechts und dann werfe ich mich in den Ball. Ich arbeite zur Zeit auch daran, meinen Körper ruhiger zu halten (Kopf in der Mitte lassen) und den Rückschwung zu verkürzen (Lag später kreieren und auflösen).
    Den Drill find ich nicht schlecht, werd ich auch mal testen.
    Ich hab aber auch wochenlang keinen Ball getroffen, sowas dauert eben..

  3. Jo gestern war Herrennachmittag. Angetreten mit gemischten Gefühlen, bin ich mit dem erzielten Ergebnis doch recht zufrieden (gepuffert), obwohl ich überdurchschnittlich viel Pech hatte 😦
    Auf der Range noch sehr viele Gedanken in meinen Schwung investiert, habe ich mich später an deinen Tipp gehalten und einfach drauf los gespielt. Lief eigentlich wohl – wäre sogar noch mehr drin gewesen, aber extremer Wind und schlechtes Putten verhinderten weiteres 😉
    Nächstes Mal dann… Danke für den Tipp bin also wieder „on track“

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