Trinken, Essen, Aufwärmen! Kleine Tipps für großes Golf!

Wer trinkt ist klar im Vorteil!Einleitung

Meist entscheiden die kleinen Dinge im Leben! So ist es auch beim Golf. Viele von uns wissen das auch und trotzdem gehen die meisten  besonders mit den „Kleinigkeiten“ sehr fahrlässig um. Oft stehen Dinge wie der neue Eisensatz, der Driver, die Bälle oder die  letzten Tipps vom Pro in unserem Fokus und die „Nebensächlichkeiten“ wie die Verpflegung auf der Runde oder die Vorbereitung auf diese gehen unter. Auf dem Weg zum Platz schnell noch eine Cola und einen Schokoriegel gekauft, ein paar Bälle auf der Range geschlagen (wenn überhaupt!) und los geht der Spaß! In dem folgenden Artikel gebe ich euch Tipps und Hinweise die euch helfen sollten, euren Score durch die Einhaltung einiger Maßnahmen  zu verbessern und gesünder Golf zu spielen.

Trinken

• auf einer normalen 18 Loch Runde sollte der erwachsene Golfer mindestens 1,5 Liter trinken. An heißen Tagen darf es auch gerne doppelt so viel, also 3 Liter, sein. Sinnvoll ist häufiges trinken von kleineren Mengen, damit man keinen „Wasserbauch“ bekommt. Nach jedem (!) Loch ca. 100ml und ihr seit im grünen Bereich. Außerdem sollte schon frühzeitig  mit der Flüssigkeitsaufnahme begonnen werden, dass heißt ungefähr eine halbe Stunde vor der Runde ca. einen halben Liter trinken!

• hat der Körper zu wenig Flüssigkeit, dehydriert es also, kommt es zu einer Verringerung der Ausdauer- und Koordinationsleistung der Muskeln. Zudem kommt es zu einer Erhöhung des Risikos für Krämpfe, Hitzschlag und Erschöpfung. Schon ab einem Wasserverlust von nur 2% des Ausgangswertes verringert sich die physische und psychische Leistungsfähigkeit deutlich.

• als Getränk empfiehlt sich natürlich Wasser. Dieses sollte entweder Still oder mit wenig Kohlensäure versehen sein, damit sich kein Dehnungsgefühl im Magen einstellt und sollte einen hohen Natriumanteil haben. Auch gut sind Fruchtschorlen mit hohem Wasseranteil, die neben der Flüssigkeitszufuhr auch dafür sorgen, dass der Körper mit Energie, Mineralien und Spurenelementen versorgt wird.

• zu vermeiden sind reine Fruchtsäfte, Cola, Enerydrinks, coffeinhaltige Getränke oder Limonaden. Diese entziehen dem No-go!Körper zuerst noch zusätzlich Wasser, bevor sie über die Darmschleimhaut aufgenommen werden können. Sie verzögern damit die Flüssigkeitsaufnahme und sind somit als Sportgetränk ungeeignet.

• Alkohol vor oder auf der Runde sollte natürlich ein “ No-go“ sein!

• die optimale Temperatur der Getränke liegt bei ca. 15-20°C. Getränke unter 10°C können Magenbeschwerden auslösen. Bei sehr kalter Witterung, eignen sich warme Getränke, wie zum Beispiel Früchtetee.

Essen

• bei einer vierstündigen Golfrunde verbraucht man ca. 1600 Kalorien bei 80kg Körpergewicht (65kg: 1350kcal, 95 kg: 2000kcal), vorausgesetzt man trägt sein Bag. Zum Vergleich: eine 100g Tafel Schokolade hat ca.563 kcal. Damit gehört Golf sicherlich nicht zu anstrengendsten Sportarten, aber die Zeit der Belastung ist vergleichsweise hoch, so das es quasi unentbehrlich ist, sich zwischendurch zu versorgen.

• um eine möglichst gute Ausgangslage für langfristig gute sportliche Leistungen zu haben sollte die tägliche Ernährung ausgewogen und gesund sein!

• auf und vor der Runde sollte hastiges und übermäßiges Essen vermieden werden. Mit Stein im Magen spielt es sich meist nicht gut! Gut kauen, langsam essen und kleine Portionen sind angesagt!

• fettreiches Essen unbedingt vermeiden.

• als gute Mahlzeiten auf dem Platz bieten sich Vollkornprodukte an. Dazu leichte Beläge wie Fisch, fettarmen Käse oder Aufschnitt.

• als kleine Zwischenmahlzeit empfiehlt sich vor allem Obst. Es liefert schnell Energie, erfrischt an heißen Tagen und schmeckt super! Der clevere Golfer schneidet sich schon zuhause das Obst in mundgerechte Stücken und hält diese zum schnellen Zugriff bereit!

• auch gut eignen sich Studentenfutter oder Müsliriegel als kleiner Snack.

Aufwärmen

Wer kennt es nicht. Angekommen am Golfplatz verständigt man sich mit seinen Mitspielern einen Mulligan zu spielen und direkt zum ersten Tee zu gehen. Wenn es hoch kommt sitzen eventuell nochmal ein paar Bälle auf der Driving Range drin. Vor Turnieren sieht es bei vielen zwar etwas besser aus, aber auch hier fehlt oft eine „Aufwärmroutine“.

Mangelndes oder fehlendes Aufwärmen ist ein Phänomen, welches meines erachtens ein typisches Golf Problem darstellt. Kaum eine Kreisliga Fußball Mannschaft würde kalt ins nächste Match gehen. Besonders verwunderlich ist es, da bekanntlich auch ein Fehlschlag am ersten Loch in die Wertung eingeht und der Ehrgeiz beim Golf häufig extrem ist.

Das  Thema aufwärmen ist zu groß um es hier bis ins kleinste zu besprechen, deswegen möchte ich hier nur auf einige Punkte eingehen.

• Das Aufwärmprogramm ist in zwei Blöcke aufzuteilen.

Zum einen das eigentliche aufwärmen des Körpers. Hierzu gehört mindestens 5 (besser 10!) Minuten lockeres Joggen zur Anregung des Herz-Kreislauf-Systems und Nervensystems (Zusammenspiel von Nerven/Muskeln), Durchblutungsverbesserung der Muskulatur, Verletzungsprophylaxe sowie zur „Lockerung“ des Geistes. Weiter gilt es alle beanspruchten Körperteile auf die Belastung vorzubereiten. Beim Golf ist das der ganze Körper. Hauptaugenmerk sollte auf dem Rumpf liegen, vor allem Rotationbewegungen sind hier wichtig. Aber auch Handgelenke, Schultern, Knie, Hüften und Füße dürfen nicht zu kurz kommen.

Das perfekte Aufwärmprogramm ist sehr individuell, so dass ich hier kein festes Programm aufstellen möchte. Bei Fragen oder Problemen sollte man sich an seinen Pro, einen Golfphysiotherapeuten oder auch an seinen Sportmediziner wenden!

Zum anderen gilt es sich golfspezifisch aufzuwärmen. Das heißt lockeres Schlagen von Bällen, Chippen und Putten! Ziel ist es hierbei nicht in erster Linie den Körper aufzuwärmen- das haben sie ja schon gemacht- sondern ein gutes Gefühl zu entwickeln. Schlagen sie nicht zu viele Bälle! Nach wenigen guten Bällen pro Schläger sollte dieser mit einem guten Gefühl zurück ins Bag wandern!

Für mich hat sich ein Tipp bewährt den ich mal von einem Pro bekommen habe. Zuerst die kurzen Eisen üben und sich dann bis zum Driver vorarbeiten! Aber da sollte jeder auf sein Gefühl vertrauen – nur ein Ritual sollte man sich angewöhnen.

Als Abschluss werde ich noch kurz auf das Dehnen eingehen.

Neue Studien zweifeln die Sinnhaftigkeit des Dehnen vor dem Sport an. Teilweise wird sogar vor einer größeren Verletzungsanfälligkeit nach Dehnübungen gesprochen und von einer verminderten Leitungsfähigkeit. Da eine gute Beweglichkeit beim Golf aber von Vorteil ist, empfiehlt es sich trotzdem ein individuelles Dehnprogramm durchzuführen, allerdings nach dem Sport beziehungsweise Abends!

Euch allen viel Spass auf der Runde und einen besseren Score mit diesen Tipps!

Euer

Nice Slice

Ursprüngliche Bildquelle : www.ntv.de

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2 Kommentare zu “Trinken, Essen, Aufwärmen! Kleine Tipps für großes Golf!”

  1. Sehr guter Artikel! Ne Flasche Wasser auf dem Weg zum Golfplatz ist bei mir zur Pflicht geworden. Man bleibt wirklich länger konzentriert! Und ich hab immer ne Packung Mandeln im Bag, wo ich so pro Runde 5-15 Stück von wegknabber. (Tiger futtert auch am liebsten Mandeln auf seinen Runden – no joke)

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