Golf – spielt sich nur im Kopf ab!?

Es ist schon länger her, dass ich etwas in „eigener Sache“ zu meinen Turnierergebnissen geschrieben habe. Dies liegt vor allem daran, dass es mir nicht wichtig ist, mein akutelles Handicap irgendwo zu „posten“, sondern ich möchte die Methoden beschreiben, mit denen ich mein Handicap seit Saisonbeginn 2011 stetig verbessert habe. Der kurze „Erlebnisbericht“ soll vor allem die Aspekte des mentalen Golfspiels und meinen Gedankenprozess in diesem Bereich etwas näher beleuchten. Dies hat mir bisher eine Verbesserung von April bis Anfang Juni  um fast 10,0 HCP-Punkte gebracht!

Als ich im März diesen Jahres den „Golf in Balance„-Test aus dem Buch „Der ultimative Weg zum besseren Golf“ von Mark Mattheis absolviert hatte, war mich schnell klar, das eine Verbesserung meiner spieltechnischen Fähigkeiten alleine nicht ausreichen würde, um mein Handicap langfristig und fortlaufend zu verbessern. Meine mentalen Blockaden hatte ich einfach „satt“ und habe mich daher intensiv mit diesem Bereich meines Spiels auseinander gesetzt. Dazu habe ich – auf Empfehlung – noch ein weiteres Buch mit dem Namen „Jenseits des Scores“ von Oliver Heuler gelesen, welches ich an dieser Stelle jedem Golfer genauso wie „Golf in Balance“ weiterempfehlen kann.
Dieses Buch hat mir einmal mehr mein „fehlerhaftes“ Mindset vor Augen geführt und meine gesamte Einstellung zum Golf verändert. Das Bewusstwerden von den unterschiedlichen mentalen Stadien die ein(e) Golfer/in durchläuft, von der Wichtigkeit Verantwortung für die eigenen Ergbebnisse zu übernehmen und vieles mehr, haben mich enorm weitergebracht. Die folgenden Punkte spielten für mich dabei eine große Rolle:

  • ein Trainingstagebuch führen
  • alle Turnierergebnisse und privaten Runden zu dokumentieren (Brutto/ Netto/ Fairway-Hits/ GIR/ Putts/ etc.)
  • Vor- und Nachbreitung meiner Runden auf Papier oder im Kopf
  • Verantwortung für schlechte Ergebnisse zu übernehmen ob Golfschlag, ein Putt oder für die gesamte Runde
  • nur noch in „PAR“ bzw. in Schlagzahl/ Loch und der gesamten Runde zu „denken“
  • Selbstvertauen in die eigenen Schwungfähigkeiten zu bekommen
  • eine total veränderte Platzstrategie und das bessere Ausnutzen der Spielzeit zur Informationssammlung über mein Spiel und die aktuellen Bedingungen
  • eine komplett neue Putt- und Schlagroutine
  • und vor allem zu akzeptieren, wie schwer der Golfsport wirklich ist…

Es ist nicht so einfach genau zu eklären, wie die einzelnen Aspekte auf einander aufbauen, aber sie tun es! Viele Aspekte waren trivial, andere total versteckt und mussten erst von mir als „mentale Blockade“ während des Spiels identifiziert werden. Das mag sich vielleicht etwas „trocken“ und „klinisch“ anhören, aber nur wenn man sich einer Handlung, eines Gedanken etc. bewusst ist, kann man daran arbeiten.
Seit Beginn dieser Saison habe ich bisher acht Einzel-Stableford Turniere gespielt, davon sieben vorgabewirksame und bisher kein einziges Mal weniger als 36 Nettopunkte geholt. Nach sechsmaliger Unterspielung in Folge kam ein kurzes „Innehalten“, um bewusst wahrzunehmen, dass scheinbar der „mentale“ feste Knoten der letzten Saison endlich „geplatzt“ war. Es ist schwer zu beschreiben, was genau in (m)einem Kopf während des Spiels sowie vor und nach der Runde vorgeht, aber ich hoffe mit den oben genannten Tipps vielleicht einen Gedankenantoß zu geben, sich auf jeden Fall mit diesem Bereich seines Spiels auseinander zu setzen.

Wie lange meine „Serie“ anhalten wird? Das weiss ich natürlich nicht… aber den augenblicklichen Leistungssprung zu genießen ist die deutlich bessere Alternative, als über das Ende der Serie nachzudenken…

„…denn Golf spielt sich doch nur im Kopf ab?!“

Viele Grüße,
McMulligan 

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