Fit4Golf Teil 2: Sehnenscheidenentzündung

Einleitung:
Viele Golfer/innen kennen dieses Problem… beginnt die Golfsaison, trainiert oder spielt man viel kann man sich eine Sehnenscheidenentzuündung (medizinisch: Tendovaginits) zuziehen. Diese Entzündung der Sehnen kann das Golfspiel schnell „Qual“ werden lassen und eine Spielpause ist bis zur Abgeheilung oft unumgänglich.  Ich selbst leide seit ca. 1 Jahr an einer sich über die Wintermonate zurückbildende Tendovaginitis stenosans, im Volksmund auch als „schnellender Finger“ oder „Schnappfinger“ bekannt ist.

Fit4Golf Teil 2:  Sehnenscheidenentzündung
Eine Sehnenscheidenentzündung der Beugesehnen der Hand entsteht besonders durch eine Überbelastungserscheinung. Gehäuft tritt sie neben dem Golfsport gehäuft auch beim Rudern, Klettern und Tischtennisspielen auf. Unser Körper reagiert auf diese Belastung mit einer Verquellung der betroffenen Sehnen (z.B. siehe Abbildung links oben). Dies führt zu einer Verengung und Behinderung der Sehnengleitfähigkeit in der Sehenscheide. Durch eine nachfolgende Entzündungsreaktion entsteht ein „Kreislauf“, der zusätzlich den Druck- und Bewegungsschmerz verstärkt. Es kann auch gelegentlich zu äußeren Entzündungszeichen sowie einer Rötung und Schwellung kommen.

Tendovaginitis stenosans:
Der „schnellende Finger“ entsteht durch die einschürende Veränderung der Sehnenscheide der Fingerbeuger über dem Grundgelenk. Die Verengung behindert so die Beweglichkeit der Sehne. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten. Typisch ist ein „schnellender“ Finger bei Bewegung. Die Bewgelichkeit kann langfristig eingeschränkt werden. Ein Sehnenknötchen kann tastbar sein.

Tendovaginitis stenosans de Quervain:

Die Tendovaginitis stenosans de Quervain stellt, wie oben erwähnt, eine Sonderform der Sehnenscheidenentzündung dar.  Bei der Tendovaginitis stenosans de Qervain ist der Daumen betroffen.  Sie entsteht oft als Folge einer langandauernden Sehnenscheidenentzündung. Gehäuft kommt sie außerdem bei Frauen in der Menopause vor. Die Folge einer Tendovaginitis kann zusätzlich neben der Einengung des Ringbandes auch eine Verdickung der Sehne in diesem Bereich sein. Ein „Sehnenkonten“ kann dann sogar getastbar werden. Die Beschwerden (Schmerzen etc.) werden durch das feste Halten und Greifen des Golfschlägers verstärkt.

Grundsätzlich man sollte auf jeden Fall sich bei einem Arzt/ Ärztin vorstellen, um andere Erkrankungen auszuschließen. Ist eine Tendovaginitis stenosans erst einmal diagnositziert, gibt es die Möglichkeit einer konservativen = nicht operativen Versorgung durch eine Gipsschiene zur Ruhigstellung und/ oder lokalen Injektionen (über eine Spritze verabreicht) mit Anästehtika.  Leider muss man an dieser Stelle erwähnen, dass diese Maßnahmen oft nur im Frühstadium wirksam sind und eine operativer Versorgung im Verlauf notwendig werden kann. Hierbei wird die Beugesehnenscheide in Längsrichtung gespalten (Ringbandspaltung).

Ich wünsche allen Lesern eine gesunde Golfrunde!
Viele Grüße,

McMulligan

Bildquelle: Aus Niethard, F.U., J. Pfeill: Duale Reihe Orthopädie © Georg Thieme Verlag Stuttgart 2005

 

 

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